«Tat ihm schon leid»
Degradierter Baumann packt über Gespräch mit Nagelsmann aus

Oliver Baumann war Deutschlands Stammgoalie während der WM-Qualifikation. Dann holte Julian Nagelsmann für die Endrunde Manuel Neuer zurück. Vor wenigen Tagen haben der 36-jährige Hoffenheim-Keeper und der ehemalige Bundestrainer diesen Entscheid aufgearbeitet.
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«Das, was mir wichtig war, habe ich ihm alles gesagt», erzählt Oliver Baumann vom Telefongespräch mit Julian Nagelsmann (r.).
Foto: imago/Schüler
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Bei den Deutschen brachte die Fussball-WM 2026 durch das Peinlich-Aus im Penaltyschiessen im Sechzehntelfinal gegen Paraguay viele Verlierer hervor. Einer musste allerdings schon vor dem Turnierstart mit einem herben Dämpfer klarkommen: der von Julian Nagelsmann (39) kurzerhand zum Ersatzgoalie degradierte Oliver Baumann (36).

«Es tat ihm schon leid, so wie alles am Ende gelaufen ist», zitiert der «Kicker» am Montag Baumann, der während des Trainingslagers der TSG Hoffenheim im österreichischen Seefeld verrät, dass vor zehn Tagen ein Gespräch zwischen den beiden stattgefunden hat. «Wir haben sowieso abgemacht, dass wir telefonieren.» Eine knappe Stunde dauert die Unterhaltung. «Das, was mir wichtig war, habe ich ihm alles gesagt.» Und weiter: «Es war gar nicht emotional oder so, auch nicht von oben herab oder besserwisserisch, sondern ganz sauber.»

Nagelsmann holte lieber Manuel Neuer (40) zurück in die DFB-Elf, als Baumann für die WM-Endrunde in Nordamerika das Vertrauen als Stammkeeper zu schenken. Baumann: «Natürlich musste ich schlucken. Ich habe dieses grosse Ziel gehabt.» Dabei stand der 36-Jährige im Herbst 2025 bei sämtlichen sechs Qualifikationsspielen (fünf Siege, eine Niederlage) der Deutschen zwischen den Pfosten.

«Wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis, das hatten wir auch schon damals. Da werden dann sportliche Entscheidungen akzeptiert und somit ist das Thema für mich abgehakt», so Baumann. Er und der nach der verpatzten WM zum Rücktritt gezwungene Nagelsmann kennen sich bereits aus gemeinsamen Tagen bei Hoffenheim. Da Baumann der TSG seit 2014 die Treue hält, war er auch dabei, als Nagelsmann zwischen 2016 und 2019 in Sinsheim Cheftrainer der ersten Mannschaft war.

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