«Ein Wunder, dass nur ein Argentinier vom Platz geflogen ist»
0:50
Blick-Reporter über WM-Final:«Ein Wunder, dass nur ein Argentinier vom Platz geflogen ist»

Rüpel-Argentinier entthront
Einer Fussball-Nation nicht würdig

Spanien ist Weltmeister und das ist gut so, findet Blick-Reporter Lucas Werder. Vor allem, weil so ein unverdienter argentinischer Titel verhindert wurde – ein Kommentar zum WM-Final.
Kommentieren
1/4
Spanien ist zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
RMS_Portrait_AUTOR_933.JPG
Lucas WerderReporter Fussball

Es würde mir nie in den Sinn kommen, mich als Fan der spanischen Nationalmannschaft zu bezeichnen. Trotzdem verspüre ich nach dem 1:0-Sieg im WM-Final gegen Argentinien eine gewisse Genugtuung. Nicht, weil mich der neue Weltmeister in den vergangenen Wochen derart begeistert hat. Sondern, weil ich keinerlei Verständnis für die Darbietung von Argentinien aufbringen kann.

Fan-Videos zeigen, wie es zum Paredes-Ausraster kam
1:10
Eigentlich ist Molina schuld:So kam es zum Paredes-Ausraster

Klar bleibt die in diesem Turnier immer mal wieder wackelnde Defensive bis in die Verlängerung ohne Gegentor. Doch während die Spanier immerhin versuchen, das argentinische Abwehrbollwerk zu knacken, verweigert sich der dreifache Weltmeister jeglichen Offensivbemühungen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Dass die Argentinier die abwartendere Mannschaft sein würden, war anzunehmen. Dass sie ihren allerersten Schuss in der 117. Minute abgeben, eher weniger. Dafür hat das Team des unsichtbaren Lionel Messi am Ende 25 Fouls auf dem Konto. Dass mit Enzo Fernandez nur ein einziger Argentinier vom Platz fliegt, ist bloss der zu grosszügigen Linie von Schiedsrichter Vincic zu verdanken.

Ihre überharte Gangart haben die Argentinier schon während des ganzen WM-Turniers immer wieder unter Beweis gestellt. Nur haben sie bis zum Final gelegentlich auch bewiesen, dass sie neben Messi weitere fantastische Fussballer in ihren Reihen wissen. Im WM-Final ist davon aber nichts mehr zu sehen.

Nun kann man Trainer Lionel Scaloni zugutehalten, dass diese Spielweise sein Team zum zweiten Mal innerhalb von dreieinhalb Jahren in den WM-Final und zu zwei Siegen der Copa America geführt hat. Aber einer Fussball-Nation, die mit Diego Maradona und Lionel Messi zwei der besten Spieler der Geschichte hervorgebracht hat, ist ein solcher Auftritt nicht würdig. Schliesslich ist Argentinien nicht als krasser Aussenseiter, sondern als amtierender Weltmeister in diese Partie gegangen.

Scaloni bricht Pressekonferenz unter Tränen ab
2:42
Reporter applaudieren ihm:Scaloni bricht Pressekonferenz ab

Völlig zu Recht freut sich darum nicht nur ganz Spanien über den Titel, sondern auch jeder andere Fussball-Fan auf dieser Welt, der es nicht mit der Albiceleste hält. Mich eingeschlossen.

In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen