Darum gehts
- Andrea Pirlo wird nicht Italiens neuer Nationaltrainer
- Grund: Vertrag als Markenbotschafter für russischen Wettanbieter Fonbet sorgt für Kritik
- Mögliche Alternativen: Roberto Mancini (61) oder Antonio Conte (56)
Jetzt ist es fix: Andrea Pirlo (47) wird nicht neuer Nationaltrainer Italiens. Nach den Absagen von Pep Guardiola (55) und Carlo Ancelotti (67) stand der Ex-Mittelfeldstar beim Technischen Direktor Paolo Maldini (58) ganz oben auf der Wunschliste.
Pirlo ist Markenbotschafter für den russischen Wettanbieter Fonbet. Diese Russland-Verbindung sorgte in Italiens politischen Kreisen für Empörung und wird ihm nun zum Verhängnis. Unter Druck prüfte Verbandsboss Giovanni Malago (67), inwiefern Pirlo mit dem Wettanbieter verbandelt ist.
Zwei statt eines Vertrags
Derzeit steht der ehemalige Mittelfeldspieler bei United FC in Dubai als Trainer unter Vertrag. Der Inhaber des Vereins, Sergei Lomakin (52), ist auch Teilhaber der Plattform Fonbet. Laut «Gazzetta dello Sport» war zunächst davon die Rede, dass Pirlo im Amt als United-Trainer als Markenbotschafter für Fonbet agierte.
Nach der veranlassten Prüfung durch Malago steht nun fest: Der Trainerkandidat hat einen separaten Vertrag als Privatperson mit dem Anbieter. Aufgrund dieser Erkenntnis hat der Verbandsboss entschieden, dass Pirlo nicht mehr für das Amt des Nationaltrainers Italiens in Frage kommt.
Trainer meldet sich zu Wort
Malago hat Pirlo am Sonntag über die Entscheidung informiert, was der potenzielle Trainer auf Instagram mit einem Beitrag bestätigt. Dazu schreibt er unter anderem: «Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroversen ist, entstand im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschliesslich kommerzieller und sportlicher Natur.»
Und weiter: «Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäussert habe und die mir fremd sind.» Zum Schluss bedankt sich Pirlo für das Vertrauen, das ihm Maldini und Leonardo Nascimento (56) bei der Trainersuche entgegenbrachten.
Italien hat also weiterhin niemanden an der Seitenlinie. Nun soll auch noch Maldini mit einem Rücktritt drohen. Gemäss «Gazzetta» sollen entweder Roberto Mancini (61) oder Antonio Conte (56) das Rennen machen. Ob das so eintrifft, wird sich zeigen, denn Pirlos Nomination stand eigentlich schon fest.
