Darum gehts
- Andrea Pirlo ist Top-Kandidat für Italiens Nationaltrainerposten
- Politiker kritisieren Pirlos Vertrag mit russischem Wettanbieter Fonbet scharf
- Pirlos United-FC-Vertrag blockiert Verhandlungen
Auf dem Rasen läuft es bei unseren südlichen Nachbarn nicht rund. Bei der letzten EM 2024 scheiterten die Azzurri bereits im Achtelfinal gegen die Schweiz und die letzte WM-Teilnahme liegt schon zwölf Jahre zurück. Nun entwickelt sich auch noch die Trainersuche zu einer Staatsaffäre.
Nach der Absage von Pep Guardiola (55) ist Andrea Pirlo (47) der Topkandidat für den italienischen Trainerposten. Aktuell steht die Legende der Squadra Azzurra noch als Trainer bei United FC in Dubai unter Vertrag.
Die Sache hat einen Haken
Paolo Maldini (58) und Leonardo Nascimento (56) haben sich bei Pirlo laut «Gazzetta dello Sport» bereits erkundigt. Für die beiden Funktionäre verkörpere der ehemalige Mittelfeldkünstler demnach das ideale Profil des nächsten Italien-Trainers. Doch ein Werbe-Deal könnte Pirlo zum Verhängnis werden.
Der 47-Jährige ist Markenbotschafter für den russischen Wettanbieter Fonbet. Ein Deal, der italienische Politiker auf die Barrikaden treibt. Besonders eine Reise nach Moskau für Werbezwecke vor zwei Monaten stösst den Volksvertretern sauer auf.
Noch keine Verhandlung
«Er hat freiwillig und wiederholt sein Ansehen für die Normalisierung des Putin-Regimes eingesetzt und an Initiativen teilgenommen, die von der Kreml-Propaganda ausgenutzt wurden, während die Ukraine bombardiert wurde. Ihn zu wählen, ist ein schwerwiegender Fehler», sagt die italienische Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Pina Picierno (45).
In die gleiche Kerbe schlagen auch andere italienische Politiker. Der Chef des italienischen Fussballverbands Giovanni Malagò (67) steht nun unter Druck und prüft laut «Gazzetta dello Sport» Pirlos Verbindung zu Russland. Demnach erschwert ein Umstand die ganze Geschichte. Der italienische Fussballverband verhandelt nicht mit Trainern, die noch über einen laufenden Vertrag verfügen.
Wer kommt sonst infrage?
Das bedeutet, dass Pirlo sein Arbeitspapier bei United FC zuerst auflösen müsste, bevor es überhaupt zu Verhandlungen mit Malagò kommen könnte. Der Trainer wollte sich zwar bereits mit dem Verbandsboss zusammensetzen, doch Pirlos Vertrag ist derzeit weiterhin gültig.
Die ganze Situation scheint festgefahren zu sein. Währenddessen dreht sich das Karussell der potenziellen Italien-Trainer weiter. Laut «Gazzetta» sind Antonio Conte (56) und Roberto Mancini (61) die Favoriten auf den Job, sollte Pirlo wegen seiner Russland-Beziehung nicht nominiert werden.
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