«Ein bitterer Abend, trotzdem darf man stolz sein»
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Blick-Fussballchef:«Ein bitterer Abend, trotzdem darf man stolz sein»

Geplatzter Halbfinal-Traum
Was wäre in diesem Spiel mit elf Mann möglich gewesen?

Das WM-Aus gegen Argentinien schmerzt. Doch auch so hat diese Nati Grenzen verschoben und womöglich ganz neue Massstäbe für die Zukunft gesetzt, meint Blick-Fussballchef Tobias Wedermann.
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Die Schweizer scheitern an Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi.
Foto: FIFA via Getty Images
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Tobias WedermannFussballchef

Das Schweizer WM-Märchen endet gegen den Weltmeister. Und auch diesmal bleibt irgendwie eine Leere zurück wie nach all den früheren K.o.-Niederlagen. Ja, diese Nati hat bereits Geschichte geschrieben. Sie hat erstmals via K.o.-Phase einen WM-Viertelfinal erreicht, eine Grenze durchbrochen und einem ganzen Land gezeigt, dass auch für die kleine Schweiz an einem grossen Turnier alles möglich ist. Gegen Argentinien und Lionel Messi endet nun eine Reise, die unvergesslich bleibt.

Trotzdem schmerzt dieses Ausscheiden. Wer einmal unter den letzten acht steht, will mehr. Gerade weil die Schweiz diesem Gegner trotz Unterzahl nicht chancenlos gegenüberstand. Man wird sich noch lange fragen, was möglich gewesen wäre, wenn man gegen Argentinien mit elf gegen elf zu Ende gespielt hätte. Dennoch überwiegt der Stolz. Die Nati ist nicht an einer Pflichtaufgabe gescheitert, sondern am Titelverteidiger. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Für einige der prägenden Figuren des Schweizer Fussballs könnte es die letzte Weltmeisterschaft gewesen sein. Sie verlassen dieses Turnier aber nicht mehr als jene Generation, die immer wieder kurz vor der Geschichte scheiterte. Sie haben sie endlich geschrieben.

Der ganz grosse Traum ist geplatzt. Die Freude und der Stolz über diese Nati bleibt. Und vielleicht ist das wichtigste Vermächtnis dieser WM, dass ein Viertelfinal künftig nicht mehr als Wunder gelten wird, sondern als Anspruch.

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