Das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika geht spielerisch sicherlich nicht als Glanzlicht in die Geschichte der WM-Auftaktspiele ein. Das sieht auch TV-Experte Jürgen Klopp (58) so: Bei MagentaTV rechnet die Trainer-Legende nach dem Abpfiff schonungslos mit der Leistung beider Teams ab.
Angesprochen auf die Rote Karte gegen den Mexikaner César Montes (29) findet Klopp deutliche Worte: «Das beschreibt das ganze Spiel: Das war taktisch einfach schlecht – von beiden Mannschaften nicht gut. Wie läufst du bei 11 gegen 9 in einen Konter rein?»
Besonders an Südafrika lässt er kein gutes Haar: «Südafrika hat das ganze Spiel über nicht in einen ‹Mood› gefunden, in dem man aggressiv sein kann. Und wenn sie mal aggressiv waren, kamen sie zu spät, haben sich Gelbe Karten abgeholt oder wurden einfach ausgespielt.»
In seiner detaillierten Analyse legt der Ex-Liverpool-Coach den Finger in die Wunde: «Du musst im richtigen Moment im Zweikampf sein. Dafür musst du viel kompakter stehen, als es beide Mannschaften heute getan haben. Die Abstände des Spielers, der den Zweikampf führt, bis zum nächsten, der sozusagen eingreifen könnte, waren immer zu gross und dadurch ist das Spiel entstanden, das wir heute gesehen haben.»
Laut Klopp profitierte Mexiko letztlich von den Fehlern des Gegners: Ohne das entscheidende Foul und den folgenden Platzverweis von Sphephelo Sithole (27) hätte Mexiko weitaus grössere Probleme bekommen. Das Fazit des Experten fällt daher nüchtern aus: Auch wenn sich Mexiko die drei Punkte sichern konnte – neue Erkenntnisse habe diese Partie nicht gebracht.



