Darum gehts
- «Unentschieden fühlt sich an wie eine Niederlage»
- Schweizer haben Katar laut Dzemaili unterschätzt
- Nati braucht das Messer am Hals, um gute Leistungen zu zeigen
Um die Verhältnisse noch einmal festzuhalten: Katar ist die Nummer 50 der Fifa-Weltrangliste. Das Land hat rund 360’000 Bürgerinnen und Bürger. Das Nationalteam hat bis zu diesem Samstag noch keinen Punkt an einer WM gewonnen.
Gegen diesen Gegner also spielt die Schweiz in ihrem ersten Gruppenspiel an dieser Endrunde 1:1. Für Blick-Experte Blerim Dzemaili (40) ist klar: «Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an. Auch für Trainer und Spieler.»
Aber warum haben die Schweizer dem Team aus der Wüste den grössten Triumph auf internationalem Parkett ermöglicht? Dzemaili führt im Blick-Podcast FORZA! vor allem drei Punkte ins Feld.
Die Schweizer haben Katar unterschätzt
«Für alle ist es Pflicht, dass wir in dieser Gruppe Erster werden – auch für Trainer und Spieler», sagt Dzemaili. Und folgert: «Da unterschätzt du den Gegner automatisch. Man hätte es verhindern müssen. Aber man hat es nicht geschafft.»
Dzemaili verweist darauf, dass es nicht das erste Mal ist, dass die Schweizer mit solchen Problemen zu kämpfen haben. Schon in der Qualifikation zur EM 2024 und in der Nations League gleich nach der tollen Euro waren ähnliche Tendenzen zu erkennen.
«Wir haben eigentlich sehr viel Charakter in dieser Mannschaft», findet Dzemaili. Und fügt an: «Aber er zeigt sich nicht immer. Es muss irgendwie immer das Messer am Hals sein, damit er gezeigt wird. Und jetzt haben wir das Messer am Hals.»
Schöggeli für die Einwechselspieler
«Mit den ersten Einwechslungen gab es einen Knick im Spiel», stellt Dzemaili fest. Und kritisiert danach vor allem Zeki Amdouni (25) und Johan Manzambi (20): «Mit ihnen wurde es chaotisch, weil sie nicht auf ihren Positionen auf der Seite geblieben sind.»
Wobei Dzemaili auch die Frage stellt, ob alle Wechsel nötig waren: «Auf mich wirkten gewisse Wechsel, als wolle man den Spielern ein Schöggeli geben. Aber du musst nicht alle Spieler glücklich machen.»
In Schutz nimmt der 69-malige Nati-Spieler dafür Miro Muheim (28), der von der Fifa nach Spielschluss sogar zum Eigentorschützen des 1:1 ernannt wird: «Er steht jetzt dumm da. Aber die Fehler sind vorher passiert. Wenn der Gegner mit Wucht von hinten kommt, hast du keine Chance.»
Unruhe und Egoismus im Schweizer Lager
Die Schelte von Captain Granit Xhaka (33) nach dem 1:1 im Test gegen Australien, danach der Doppeladler im Baseball-Stadion, gefolgt von einem, allerdings bewilligten, Ausgang von einem Teil des Teams. Dzemaili sagt: «Es gibt im Moment wieder zu viel Unruhe in dieser Mannschaft. Und diese Unruhe hat man gegen Katar auf dem Feld gesehen.»
Dazu kommt, dass gegen Katar nicht alle Spieler bedingungslos die Abwehrarbeit erledigen. Für Dzemaili ist darum klar: «Wir müssen wieder als Team auftreten. Der Egoismus muss weg! Wir dürfen nur an die Mannschaft denken. Und vielleicht muss man auch mal darauf hören, was einem der Trainer sagt.»
Was sich jetzt vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien ändern muss? Dzemaili nimmt Trainer Murat Yakin (51) und die Teamleader in die Pflicht: «Ich hoffe, dass Yakin laut wird. Nicht öffentlich, das wäre nicht richtig. Aber intern. Er muss den einen oder anderen wieder zurück auf den Boden bringen.»
Und er fordert: «Mir fehlt, dass der eine oder andere Leader aus sich herauskommt. Auch die ruhigeren wie Manuel Akanji (30), Gregor Kobel (28) oder Nico Elvedi (29). Es muss nicht immer nur Xhaka sein.»
Dass sich die Nati steigern kann, steht für Dzemaili ausser Frage. Mut geben ihm die ersten 60 Minuten gegen Katar: «Das Einzige, was du dir da vorwerfen kannst, ist die Chancenverwertung.»
Und Dzemaili ist sich sicher, dass die Schweizer nach dem 1:1-Schock endgültig wach sind: «Manchmal brauchst du so einen Peitschenknall. Für mich ist klar: Die Nati macht aus den nächsten zwei Spielen vier bis sechs Punkte.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Mexiko | 1 | 2 | 3 | |
2 | Südkorea | 1 | 1 | 3 | |
3 | Tschechien | 1 | -1 | 0 | |
4 | Südafrika | 1 | -2 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 1 | 0 | 1 | |
2 | Kanada | 1 | 0 | 1 | |
3 | Katar | 1 | 0 | 1 | |
4 | Bosnien und Herzegowina | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schottland | 1 | 1 | 3 | |
2 | Marokko | 1 | 0 | 1 | |
3 | Brasilien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Haiti | 1 | -1 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | USA | 1 | 3 | 3 | |
2 | Australien | 1 | 2 | 3 | |
3 | Türkei | 1 | -2 | 0 | |
4 | Paraguay | 1 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
2 | Curacao | 0 | 0 | 0 | |
3 | Elfenbeinküste | 0 | 0 | 0 | |
4 | Ecuador | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Niederlande | 0 | 0 | 0 | |
2 | Japan | 0 | 0 | 0 | |
3 | Schweden | 0 | 0 | 0 | |
4 | Tunesien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Belgien | 0 | 0 | 0 | |
2 | Ägypten | 0 | 0 | 0 | |
3 | Iran | 0 | 0 | 0 | |
4 | Neuseeland | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Spanien | 0 | 0 | 0 | |
2 | Kap Verde | 0 | 0 | 0 | |
3 | Saudi Arabien | 0 | 0 | 0 | |
4 | Uruguay | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 0 | 0 | 0 | |
2 | Senegal | 0 | 0 | 0 | |
3 | Irak | 0 | 0 | 0 | |
4 | Norwegen | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Argentinien | 0 | 0 | 0 | |
2 | Algerien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
4 | Jordanien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Portugal | 0 | 0 | 0 | |
2 | Demokratische Republik Kongo | 0 | 0 | 0 | |
3 | Usbekistan | 0 | 0 | 0 | |
4 | Kolumbien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | England | 0 | 0 | 0 | |
2 | Kroatien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Ghana | 0 | 0 | 0 | |
4 | Panama | 0 | 0 | 0 |

