Yakins Ärger über späten Ausgleich
«Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen»

Das Remis gegen Katar zum Auftakt in die WM fühlt sich für die Nati wie eine Niederlage an. Besonders ärgerlich: Der Gegentreffer fällt in der 94. Minute und nach einer Fehlerkette in der Nati-Defensive. «Wir waren in der Schlussphase zu wenig clever», sagt Murat Yakin.
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Murat Yakin muss an der Pressekonferenz den Fehlstart der Nati erklären.
Foto: FIFA via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz spielt 1:1 gegen Katar beim WM-Auftakt in Santa Clara
  • Eigentor von Miro Muheim in der 94. Minute bringt Katar ersten WM-Punkt
  • Fehlerkette führt nach Einwurf zum entscheidenden Gegentor
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die Schweiz und Startspiele an Endrunden waren in der Vergangenheit eine Erfolgsgeschichte. Auch gegen Katar scheint in der Mittagshitze im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara der Pflichtsieg zum WM-Auftakt so gut wie unter Dach und Fach, als der Underdog der Nati doch noch einen dicken Strich durch die Rechnung macht.

Ein Eigentor in der 94. Minute von Miro Muheim schockt die Nati. Es ist ein historischer Treffer für Katar, das seinen ersten WM-Punkt der Geschichte holt. Und ein vermeidbares aus Schweizer Sicht, das jenes Szenario in Kraft treten lässt, das unter allen Umständen hätte vermieden werden sollen. Ein Fehlstart gegen den Underdog und das auf dem Papier schwächste Team der Gruppe.

Eine fatale Fehlerkette

«Wir haben den Ball hergegeben und ihnen die Chance eröffnet, auf die sie gewartet haben», ärgert sich Trainer Murat Yakin nach Spielschluss. Und Abwehrchef Manuel Akanji kritisiert: «Wenn du es nicht schaffst, einen zweiten Treffer zu erzielen, dann darfst du ein solches Tor nicht erhalten – vor allem nicht so kurz vor Schluss.» 

«Mittlere Katastrophe, wenn man das Resultat anschaut»
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Einschätzung nach WM-Auftakt:«Mittlere Katastrophe, wenn man das Resultat anschaut»

Besonders ärgerlich: Am Ursprung des Ausgleichs steht ein Einwurf der Schweizer auf der linken Abwehrseite, den Miro Muheim ausführt. 15 Sekunden später liegt der Ball im eigenen Tor. Was lief falsch? «Der Ball muss weiter hinten in der gegnerischen Hälfte landen, damit Katar den Angriff neu lancieren muss», so Akanji. 

Muheim – aufgrund der neuen Zeitregel unter Druck – wirft den Ball nach vorne, Embolo kommt diesem zwar entgegen, hat aber keinen Bock, ins Luftduell zu gehen. Jashari klärt mit dem Kopf zu kurz, Manzambi ist zu passiv im Pressing und Zakaria lässt seinen Gegenspieler ungestört flanken. Am Ende der Fehlerkette steht wiederum Muheim, der im Luftduell gegen Khoukhi den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor lenkt.

Kein gutes Händchen bei den Wechseln

Auffällig: Mit Muheim, Jashari und Manzambi sind drei der fünf Einwechselspieler am Gegentor beteiligt. «Wenn der Trainer Spieler reinbringt und man hat auf gewissen Positionen die Disziplin nicht, dann wirds schwierig», kritisiert Granit Xhaka kurz nach Schlusspfiff im SRF-Interview. Namen nennt der Captain keine. 

Der Nati-Trainer deutet an, dass er bei den Wechseln kein glückliches Händchen gehabt hat. «Das müssen wir sicherlich analysieren.» Seinen Jokern die alleinige Schuld für das Gegentor in die Schuhe schieben, will er aber nicht. «Wir sind ein Team. Letztlich müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen.» Der WM-Auftakt ist aus Sicht der Nati missglückt. «Das schmerzt», so Yakin.

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