Darum gehts
- US-Politiker Jamie Raskin wirft Fifa-Chef Gianni Infantino Betrug bei WM-Ticketpreisen vor
- Final-Tickets sollten 1550 Dollar kosten, Preise überschritten jedoch teilweise 30'000 Dollar
- Raskin verlangt Antwort bis zum 9. August, Republikaner könnten Befragung blockieren
US-Politiker Jamie Raskin (63) knöpft sich Gianni Infantino (56) vor. In einem offenen Brief beschuldigt das Mitglied des Rechtsausschusses den Fifa-Boss des Betrugs bei den WM-Ticketpreisen. Demnach fordert er unter anderem die Offenlegung aller Kontakte zu Donald Trump (80) und anderen US-Offiziellen.
Neben Bestechungsvorwürfen beschuldigt Raskin den Fifa-Boss des Betrugs. Mit den Ticketpreisen für den WM-Final versucht der Demokrat Infantino festzunageln.
Beziehung zu Trump
Raskin wirft Infantino vor, US-Bürger durch die Preisgestaltung abgezockt zu haben. Dynamische Preise hätten zu Werten von über 30'000 Dollar geführt. Dabei habe die Fifa im Bewerbungsdossier versprochen, dass Final-Tickets maximal 1550 Dollar kosten würden. Raskin hält das Vorgehen für illegal und vermutet, dass Infantino seine Nähe zu Trump ausgenutzt hat.
Neben der Offenlegung aller Kontakte zu Trump soll der Fifa-Boss auch zu einer aufgezeichneten Befragung vor dem Rechtsausschuss antraben. Im Brief fordert Raskin Infantino auf, bis am 9. August zu antworten und einen Terminvorschlag für eine Befragung zu liefern.
Mehrheit fehlt
Ob der Fifa-Boss tatsächlich vor dem Rechtsausschuss befragt wird, bleibt offen. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus stellen derzeit die Republikaner. Ohne deren Unterstützung kann Raskin Infantino nicht vor den Ausschuss zwingen.
