Brasilien-Held bringt heute noch Geld ins Wallis
Ein Akkordeonspieler hat Cunha für den FC Sion ausgegraben

Wenn Brasilien am Montag um 19 Uhr gegen Japan spielt, ist einer dabei, den ein Akkordeonspieler für den FC Sion ausgegraben hat: Matheus Cunha.
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Schon dreimal konnte Matheus Cunha an der WM 2026 über ein eigenes Tor jubeln wie hier gegen Schottland.
Foto: imago/Fotoarena

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 2017 verpflichtete Sion Matheus Cunha, der später ein Weltstar wurde
  • Entdeckt wurde Cunha von einem ehemaligen Akkordeonspieler namens Eric Lovey
  • Cunhas Transfers brachten über 200 Mio. Franken, 23 Mio. für Sion
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Alain KunzReporter Fussball

Am 30. Juni 2017 gibt Sion unter dem Titel «Zwei vielversprechende Spieler unterschreiben beim FC Sion» zwei Transfers bekannt. Es sind dies ein gewisser Federico Dimarco, damals 19, und Matheus Cunha, 18.

Wer hätte damals ahnen können, dass gleich beide zu Weltstars werden würden? Dimarco bei Inter Mailand und in der Squadra Azzurra (die ja an der WM nicht mitmacht) und Cunha (heute 27) bei diversen Topklubs und in der Seleçao. Für die hat er in 26 Spielen vier Tore gemacht, drei davon an der aktuellen WM.

Cunha kam von Coritiba, wo er in der U20 acht Tore gemacht hat und irgendjemandem aufgefallen sein muss. Dieser «irgendjemand», erinnert sich Sion-Präsident Christian Constantin (69), heisst Eric Lovey. «Er arbeitete für mich in Restaurants und in der Bar Terminus in Martigny sowie als Chauffeur. Er hat Ronaldinho begleitet, als dieser bei uns war. Eric lebt in São Paolo und im Wallis und kennt den brasilianischen Fussball sehr gut, hatte dort schon seit längerem einen Fuss im Business. Und so hat er mir auch Matheus vermittelt.»

Das Verrückte an der Geschichte: Der Mann, der Cunha entdeckte, war zuvor Akkordeonspieler. Und das nicht so nebenbei als Hobby. Nein professionell. Davon zeugt auch die CD, die sich im Netz finden lässt. Sie trägt den Titel «Deux sous d’Musettes», was etwa so viel bedeutet wie: zwei Pfennige Musette-Musik. Es ist eine Redewendung, um etwas als einfach oder billig abzutun.

Cunha erinnerte Constantin an Pelé

«Lovey hat Cunha bei uns begleitet, zusammen mit José Sinval, bei dem er gewohnt hat», erinnert sich CC. Sinval, mit Servette 1994 Schweizer Meister, war damals Assistent von Maurizio Jacobacci und ist heute noch im Staff der ersten Mannschaft des FC Sion.

«Matheus war ein Supertyp», erinnert sich Constantin an den Teenager von damals und an eine spezifische Episode, die ihm die Augen öffneten: «Er hat damals gegen Kevin Fickentscher ein Tor gemacht, wie man es selten sieht. Es war wie Pelé im WM-Halbfinal 1970 gegen Uruguays Goalie Ladislao Mazurkiewicz.» Pelé schob damals den Ball rechts am Goalie vorbei, lief aber auf der anderen Seite an Mazurkiewicz vorbei. Um dann das Tor hauchdünn zu verfehlen. Es ist das vielleicht berühmteste Fast-Tor der Fussball-Geschichte. «Matheus aber hat das Tor gemacht. Und da begriff ich: Das wird einmal ein Grosser werden.»

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Noch heute macht Sion mit Cunha Geld

Wurde er. Doch zuerst musste Constantin ein Komplott hinter seinem Rücken zerschmettern, als sich verschiedene Player im schon damals völlig überhitzten Fussball-Business zusammentaten, um Cunha hinter dem Rücken von CC zu verkaufen. «Wie die das genau machen wollten, weiss ich nicht. Die Rechte lagen ja bei mir.»

Der Sion-Boss konnte den Plan durchkreuzen und verkaufte Cunha am 24. Juni für 21 Millionen Franken an RB Leipzig. «Das ist die richtige Zahl, wenn man den damaligen Wechselkurs berücksichtigt und die Boni.» Constantin sicherte sich eine Weiterbeteiligung. «Ich kriege heute noch bei jeder Rate der 60 Millionen Euro, die Manchester United an die Wolverhampton Wanderers überweist, ein Prozent an Solidaritätsbeitrag. Das sind dann auch 600'000 Franken, wenn alles bezahlt ist.»

So, sagt der Walliser, wird ihm der Transfer des Teenagers bis heute 23 Millionen Franken eingebracht haben.

Über 200 Millionen an Transfererlösen

Constantin weist noch auf einen weiteren Punkt hin: «Kein anderer Spieler, der aus der Schweiz kam, hat auch nur annähernd so viel Geld mit Transfers generiert wie Cunha.» Es sind über 200 Millionen Franken, erzielt durch die Wechsel nach Leipzig, dann zu Hertha, Atlético Madrid, zu den Wolves und nun zu ManUtd.

Zum Vergleich: Ägypten-Superstar Mohamed Salah (34), dessen erste Europa-Station der FC Basel war, kommt nicht mal auf 100 Millionen.


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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
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1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
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-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
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K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
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0
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Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
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1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
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4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
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Belgien
Belgien
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4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
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4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
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Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
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-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
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1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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