Bei Fan-Protesten gegen das islamische Regime
Kommt es zum Eklat? – Iran-Chef droht mit Spielabbrüchen

Der Iran droht mit WM-Spielabbrüchen bei Fan-Protesten gegen das islamische Regime. Bringen Zuschauer etwa die als Symbol des Protests geltende und von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit, werden die iranischen Spieler den Platz verlassen.
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Kommt es an der WM zu Protesten gegen das islamische Regime, werden die iranischen Spieler den Platz verlassen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran droht mit Spielabbrüchen bei Protesten gegen das islamische Regime
  • Protestgefahr: Iranisches Team verlässt bei Oppositionsflaggen den Platz
  • Zwei Vorrundenspiele in Los Angeles, Zentrum der persischen Exil-Community
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Die sportlichen Schlagzeilen zur Teilnahme des Irans an der Weltmeisterschaft 2026 werden derzeit völlig vom politischen Konflikt mit den USA überlagert. Die Nationalmannschaft musste ihr Quartier aufgrund von Einreisebeschränkungen bereits vorab verlegen – statt im US-Bundesstaat Arizona residiert die Mannschaft nun im mexikanischen Tijuana. Zudem müssen die Spieler die USA nach den WM-Spielen trotz gültiger Visa direkt wieder verlassen. Nun droht der nächste Eklat – doch dabei geht es ausnahmsweise mal nicht um Einreise-Probleme: Diesmal stehen massive Angriffe vonseiten des Irans auf die Meinungsfreiheit im Fokus.

Rigoroses Vorgehen gegen Meinungsfreiheit

Wie die «Bild» berichtet, droht das Team mit einem konsequenten Boykott: Sollte es in den Stadien zu Protesten gegen das islamische Regime kommen, werden die Spieler den Platz verlassen. Sportminister Ahmed Donjamali stellte unmissverständlich klar: «Wir haben der Fifa bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören.»

Damit nicht genug: Der iranische Fussballverband forderte von der Fifa mehrfach ein absurdes Flaggen-Verbot. Die iranischen Anhänger sollen ausschliesslich die offizielle Staatsflagge der Islamischen Republik mitbringen dürfen. Die alte persische Flagge mit dem Löwen- und Sonnenemblem – ein zentrales Symbol der Opposition im Ausland und des Widerstands gegen das islamische Regime im Iran – soll komplett verbannt werden. Dass die Fifa ein solches Verbot überhaupt durchsetzen könnte (oder will), gilt als äusserst unwahrscheinlich. Donjamali betonte laut dem Sportportal «Varzesh3» jedoch resolut: Taucht die alte Flagge auf, verlässt das Team das Spielfeld.

Spiele in LA im Fokus

Die Situation birgt enorme Sprengkraft, denn der Spielplan gleicht einem Pulverfass: Zwei der drei Vorrundenspiele des Irans finden ausgerechnet in Los Angeles statt. In der «Stadt der Engel» lebt der Grossteil der fast zwei Millionen Menschen starken persischen Community in den USA. Für viele Exil-Iraner ist die Weltmeisterschaft die perfekte globale Bühne, um ihren Protest gegen die Führung in Teheran lautstark sichtbar zu machen.

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