«Wir wollten den Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern»
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Zürich wollte ihn eigentlich loswerden
FCZ-«Flop» Ceesay ist plötzlich Topskorer

Seit dem Millionen-Transfer vor drei Jahren kam Assan Ceesay beim FCZ nie so richtig an. Doch unter dem neuen Trainer André Breitenreiter blüht der Gambier mächtig auf!
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Matchwinner Assan Ceesay (l.): Jubel mit Trainer André Breitenreiter nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.
Foto: Sven Thomann
Matthias Dubach

Mit zwei Toren schiesst FCZ-Stürmer Assan Ceesay (27) Lausanne ab. Dabei war der Gambier eigentlich längst abgeschrieben. Er kam für rund 2 Millionen Franken Ablöse 2018 als Michael-Frey-Nachfolger aus Lugano, doch irgendwann wurde Ceesay den Stempel als Transfer-Flop nicht mehr los.

Als er 2020 ein halbes Jahr zu Osnabrück ausgeliehen wird, vermisst ihn niemand. Wohl auch keiner der rund 1500 FCZ-Fans, die aus Protest gegen die drohende Personalisierung der Stadiontickets das Spiel vor dem Letzigrund verfolgen und viel Feuerwerk zünden.

Ceesay steht beim FCZ längst auf der Liste der Spieler, die man loswerden möchte. Doch nun ist der Schlaks plötzlich Zürich-Topskorer. Wäre er bei einem entsprechenden Angebot eines anderen Klubs längst weg? Ceesay sagt dazu nur: «Ich habe hier einen Vertrag (bis 2022, d. Red.), den ich respektiere. Alles andere überlasse ich meinem Agenten.»

So viele Tore wie die ganze letzte Saison

Doch unter dem neuen Trainer André Breitenreiter ist Ceesay alles andere als ein Flop: ein starker Auftritt beim Auftakt in Lugano. Und nun am Samstag eine Wahnsinns-Halbzeit gegen Lausanne mit zwei Toren.

Zwei Tore in zwei Spielen – Ceesay hat nun so viele Tore auf dem Konto wie in der ganzen letzten Saison. Im Kalenderjahr 2021 hatte er bisher noch gar nicht getroffen. Ceesay: «Wir haben als Team hart gearbeitet und diese drei Punkte geholt. Ich bin sehr stolz auf mich und die Mannschaft.»

Trainer Breitenreiter als Faktor

Wie hat Breitenreiter den Verkaufskandidaten so stark gemacht? Ceesay sagt: «Der Trainer kennt die Schwachpunkte aller Spieler und er hilft uns, diese Punkte zu verbessern. Wenn man weiss, was man zu tun hat, kann man daran hart arbeiten. Das machen wir im Training. Jetzt sehe ich den Lohn dafür. Doch nun hoffe ich, dass ich mich weiter verbessern kann.»

Breitenreiter selber will mit der Superform von Ceesay nichts zu tun haben. «Das will ich mir nicht ans Revers heften», sagt der Deutsche, «Assan hat einfach hart gearbeitet. Doch das hat auch sein Sturmkollege Blaz Kramer gemacht. Kramer hat sich am Ende gefreut, als ob er alle Tore selber geschossen hätte. Das ist nicht normal für einen Stürmer. Das zeigt, dass sich das Team total als Mannschaft präsentiert und viel Engagement gezeigt hat.»

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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