Darum gehts
- FC Winterthur steigt nach 2:3 gegen Grasshoppers aus Super League ab
- Trotz Abstieg schenken Fans den Spielern Schals mit «Forza FCW»
- Trainer Rahmen ist traurig für das ganze Umfeld in Winterthur
Ganz still ist es in der Garderobe des FC Winterthur nach dem 2:3 bei den Grasshoppers. So erzählt es Patrick Rahmen (57) nach dem Abstieg der Winterthurer. «Jeder ist für sich selber enttäuscht», sagt der Winti-Trainer. Kurz sagt er etwas zu seinen Spielern, dann lässt er sie in Ruhe: «Vielleicht besprechen wir nach der Rückkehr auf die Schützenwiese noch kurz etwas.»
Das Bittere an diesem Abend: Die Winterthurer haben sich die Enttäuschung gleich doppelt selbst eingebrockt. Erst, weil sie sich in den letzten Runden doch noch zu so etwas wie einer Aufholjagd aufraffen. Und damit die längst entschlummerten Hoffnungen wieder wecken. Vor allem, als es nach zehn Minuten gegen die Grasshoppers 2:0 steht. Dann, weil dieses Team einfach nicht fähig ist, ohne Einbruch und Gegentor durch eine Partie zu kommen.
Ein Abstieg in Würde ist möglich
«Da ist eine grosse Leere», sagt Rahmen sichtlich mitgenommen. Doppeltorschütze Pajtim Kasami (33) ist den Tränen nahe. So weit, so normal bei einem Abstieg aus der höchsten Liga.
Und doch ist etwas anders bei den Winterthurern. Nach dem Spiel gibt es von den Fans keine Verwünschungen und keine Randale. Stattdessen erhalten alle Spieler und das Trainerteam Schals von den 2300 angereisten Fans in der Winti-Kurve. «Forza FCW», steht drauf. Die Geste kann die geknickten Männer auf dem Feld nicht aufrichten. Aber sie zeigt, dass ein Abstieg mit Würde durchaus möglich ist.
«Es tut mir ungemein weh für das ganze Umfeld in Winterthur», sagt Rahmen auch darum. Und dann erzählt er, was den FCW von anderen Klubs unterscheidet. Er schildert, wie er vor ein paar Wochen nach dem 0:2 zu Hause gegen GC aus dem Stadion gegangen ist: «Da kam kein böses Wort. An anderen Orten musst du in so einem Moment den Hinterausgang nehmen. Aber nicht in Winterthur. Das ist unglaublich.»
Und etwas sagt Patrick Rahmen noch, bevor er in den Bus in Richtung Winterthur steigt: «Es war phänomenal, wie uns unsere Fans unterstützt haben. Wir werden dieser Liga fehlen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 36 | 33 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 36 | 23 | 66 | |
3 | FC Lugano | 36 | 13 | 63 | |
4 | FC Sion | 36 | 23 | 61 | |
5 | FC Basel | 36 | 3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 36 | 6 | 51 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 37 | 7 | 50 | |
2 | Servette FC | 37 | 6 | 50 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 37 | -12 | 42 | |
4 | FC Zürich | 37 | -21 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 37 | -28 | 30 | |
6 | FC Winterthur | 37 | -53 | 23 |
