«Habe es am Anfang nicht verstanden»
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Lugano-Saipi zum Goalie-Kampf:«Habe es am Anfang nicht verstanden»

Will wirklich halbes Team weg?
In Lugano dreht sich alles um zwei brisante Themen

Lugano hat den Thun-Code geknackt. Die Elf von Croci-Torti schlägt den Bald-Meister in dieser Saison schon zum zweiten Mal und will auch einen dritten Sieg im Duell. Hausinterne Themen bereiten aktuell grösseres Kopfzerbrechen.
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Goalie Saipi herzt Bislimi. Der Keeper liefert mit der Wut im Bauch ab.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Saipi sagt es offen: «Habe es nicht verstanden»
  • Die Goalie-Frage kocht in Lugano wieder auf
  • Eine Grgic-Aussage hallt noch immer nach
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Nach und nach verabschieden sich in Lugano die letzten Gästeteams und Auswärtsfans vom altehrwürdigen Cornaredo, das sie so lange begleitet hat. Einzig YB, St. Gallen und Basel werden hier noch auflaufen, dann ist das 1951 erbaute und bereits zur Hälfte abgerissene Stadion Geschichte.

In Trauer wird Lugano nicht versinken, alle freuen sich auf die Übersiedlung in die neue AIL-Arena, die wie in Geschenkpapier eingepackt gleich nebenan bereitsteht. Vor dem Umzug im Sommer müssen aber noch einige brisante Themen geklärt werden.

Bringt Lugano endlich Ruhe in die Goalieposition?

Für den Saisonendspurt hat Lugano-Coach Mattia Croci-Torti (43) angekündigt, sieben von sieben Spiele gewinnen zu wollen. Grosse Worte. Nun sind erste Taten gefolgt: 1:0-Sieg gegen Leader und Bald-Meister Thun.

Mit der Wut im Bauch spielt Goalie Amir Saipi (25) gegen die beste Offensive der Liga zu null. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison rückt der Schaffhauser nach einer Degradierung wieder ins Tor. «Ich habe es am Anfang auch nicht verstanden», sagt er zu Blick über die Botschaft Anfang März, wieder die Nummer zwei hinter David von Ballmoos (31) zu sein. Einen Monat später steht Saipi schon wieder im Tor.

Ex-Thuner Dos Santos zirkelt den Ball genau in den Winkel
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Highlights im Video:Ex-Thuner Dos Santos zirkelt den Ball genau in den Winkel

Grund für den erneuten Wechsel in Lugano ist eine Verletzung von Von Ballmoos. Nur wenige Tage nach der fixen Verpflichtung von YB per Kaufoption mit neuem Vertrag bis 2029 erleidet der Emmentaler im Training eine Muskelzerrung im Adduktorenbereich. So oder so: Die fixe Verpflichtung Von Ballmoos' ist ein klares Zeichen an Saipi und sorgt im Tessin für Aufruhr.

Croci-Torti versteht Saipis Frust. «Vor zwei Tagen haben wir über Mattia Bottani gesprochen.» Mit der Trennung von der Klub-Legende hat Lugano erst gerade ein anderes Fass geschlossen. Die Zukunftsfragen um Saipi sind hingegen offen. Croci-Torti dazu: «Harte Entscheidungen gegen verdiente Spieler zu treffen, ist der schwierigste Teil der Arbeit. Aber wenn ich seit fünf Jahren hier Trainer bin, dann deshalb, weil ich diesen Entscheidungen nie ausgewichen bin.»

Tönt eher nach Abschied bei Saipi, obwohl Von Ballmoos verletzungsanfällig ist und Lugano deshalb auch kommende Saison einen starken Backup brauchen wird. «Was nächste Saison passieren wird, besprechen wir später. Es ist sicherlich keine schwere Verletzung bei Von Ballmoos, aber ein Torwart muss heutzutage lange Bälle schlagen können, deshalb ist es ein kleiner Rückschlag. Ich gehe keinerlei Risiko ein, da ich weiss, dass mir Amir Saipi sein volles Vertrauen schenkt, auch wenn er momentan wütend auf mich ist», sagt Croci-Torti.

Zweites brisantes Thema ist eine Grgic-Aussage

Es ist schon zwei Wochen her, seit Lugano-Leader Anto Grgic (29) nach dem 1:1 im Wankdorf sinngemäss gesagt hat, dass wohl die halbe Mannschaft wegwolle, sollte sich Lugano nicht für Europa qualifizieren. Die Aussage hallt im Tessin noch immer nach.

Nach dem Sieg gegen Thun sagt Croci-Torti: «Es liegt in der Natur der Sache, dass Lugano für viele Spieler eine Zwischenstation ist. Wir sind kein Team, das Spieler holt, um sie hier einzufrieren. Hajdari, Amoura und Lovric sind beste Beispiele von Spielern, die nach einigen Jahren bei uns nun in anderen Ligen glänzen. Aber wenn die Spieler von Lugano den nächsten Schritt machen wollen, müssen sie hier gut abschneiden. Und wenn ich diesen Sieg gegen Thun anschaue, so scheint mir, dass die Botschaft angekommen ist.»

Mit dem zweiten Sieg gegen Thun in dieser Saison hat Croci-Torti einige Argumente dafür gesammelt, dass die letzten Stunden im altehrwürdigen Cornaredo trotz Konfliktpotenzial in guter Erinnerung bleiben.

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
6
FC Sion
FC Sion
31
9
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
9
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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