Darum gehts
- Chaos in St. Gallen: Schiri Piccolo sorgt für Eckball-Debakel
- Spiel wurde fortgesetzt, doch Piccolo gibt später falschen Eckball
- Regelverwirrung schürt Frust: Spieler und Trainer reagieren mit Verständnis
Es sind kuriose Minuten kurz vor der Pause im Berit Sitterstadion in St. Gallen. Thun-Goalie Niklas Steffen lässt sich bei einem Abstoss aufreizend viel Zeit. So viel, dass Schiedsrichter Luca Piccolo (33) kurzen Prozess macht und den Keeper wegen Zeitspiels verwarnt.
Aber halt: Auf diese Saison hin ist eigentlich eine Regel in Kraft, bei der der Schiedsrichter einen Countdown anzeigt und im Fall einer Verzögerung der gegnerischen Mannschaft einen Eckball zuspricht. Das wissen auch die St. Galler, die vehement einen Eckball beim Unparteiischen fordern. Dieser hat das Spiel aber bereits wieder freigegeben, und der Abstoss wurde ausgeführt.
Erst zig Sekunden später bemerkt Piccolo seinen Fauxpas und zeigt plötzlich Richtung Eckfahne. Nun sind es die Thuner, die ausser sich sind und beim Schiedsrichter reklamieren – vor allem Steffen, der will, dass seine Gelbe Karte auch zurückgenommen wird.
Und dann gibts doch keinen Eckball
Piccolo macht dann aber etwas ganz anderes: Und zwar wird ihm mitgeteilt, dass er den Eckball gar nicht mehr geben darf. Das, weil das Spiel bereits fortgeführt wurde. So gehts trotzdem mit Einwurf weiter – das ganze Stadion inklusive Spieler und Trainer tobt.
Es ist eine bittere Szene, denn eigentlich hat Piccolo bis zu diesem Punkt das Geschehen komplett unter Kontrolle und zeigt eine klare Linie in seinen Entscheidungen. Der Wirrwarr scheint ihn aber verunsichert zu haben, denn in der zweiten Hälfte nimmt seine Leistung merklich ab, und er ist immer wieder mit Diskussionen mit Spielern beschäftigt.
«Kann passieren»
Nach dem Spiel auf die Szene angesprochen, sagt Thuns Justin Roth: «Solch eine Szene habe ich noch nie erlebt. Ich glaube, es war ein Kommunikationsproblem. Er hätte uns das etwas klarer erklären können.»
Böses Blut gibt es aber nicht, auch nicht bei FCSG-Captain Lukas Görtler: «Vielleicht sollten wir den VAR einfach auf der Stadionleinwand einblenden, dann kann er das Spiel von da leiten. Ich nehme das Herrn Piccolo nicht übel. Mit so vielen Regeln, wie wir haben, und dann hat er noch jemand auf dem Ohr, da kann das schon einmal passieren.»
Auch Espen-Trainer Enrico Maassen hat Verständnis: «Ich glaube nicht, dass der Schiedsrichter heute schuld war, dass wir verloren haben. Es war sehr warm und laut heute, da kann es schon einmal passieren, dass man die Regel nicht mehr im Kopf hat.» Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli rundet ab: «Wir machen alle auch Fehler.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
2 | BSC Young Boys | 5 | 10 | 11 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC St. Gallen | 4 | 1 | 7 | |
5 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
6 | FC Thun | 4 | -5 | 6 | |
7 | FC Zürich | 5 | -5 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 5 | -1 | 5 | |
9 | FC Luzern | 5 | -4 | 5 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | FC Vaduz | 5 | -2 | 3 | |
12 | Grasshopper Club Zürich | 4 | -7 | 1 |

