Mit der AIL Arena ist im Tessin ein echtes Schmuckstück entstanden. «Wir haben vom Fiat Panda zu einem Porsche gewechselt», sagt ein Materialwart zu Blick und schaut aus dem Fenster hinüber zum alten Stadio Cornaredo, das in diesen Tagen nach 75 Jahren Geschichte abgerissen wird
«Es ist tatsächlich wie Tag und Nacht», sagt auch Anto Grgic (29), während er Blick exklusiv durch seinen neuen Arbeitsplatz führt. Wo sich Spieler und Staff im alten Cornaredo regelmässig gegenseitig auf die Füsse traten, herrscht heute Grosszügigkeit. Der technische Staff, die Physiotherapie, die Materialwarte und die Profis – alle verfügen über ihre eigenen Bereiche.
Noch ist nicht alles eingerichtet
Als Blick das Stadion besucht, herrscht vor den Treppen, die hinauf zum Spielfeld führen reger Betrieb. Einer nach dem anderen posieren die Lugano-Profis für jene offiziellen Ligabilder, die während der Saison nach Toren oder bei Auswechslungen auf den Stadionbildschirmen und im TV eingeblendet werden.
Ganz eingelebt hat sich die Mannschaft in ihrem neuen Zuhause noch nicht. Bis auf die Garderobe wirkt vieles noch fabrikneu und unpersönlich. Doch Zweifel hat hier niemand: Es wird nicht lange dauern, bis sich Spieler und Staff hier rundum zu Hause fühlen.
Das Tessin bedankt sich bei Mansueto
Dass Lugano heute über eine der modernsten Spielstätten der Schweiz verfügt, ist vor allem Klubbesitzer Joe Mansueto (69) zu verdanken. Ohne den amerikanischen Milliardär wäre die AIL Arena nie zu jenem Boutique-Stadion geworden, das sie heute ist.
Denn ursprünglich hatte die Stadt Lugano, die Eigentümerin der Arena ist und sie an den FC Lugano vermietet, eine deutlich schlichtere Lösung vorgesehen – funktional und stark am Visana-Stadion in Thun orientiert. Die ersten Pläne dafür entstanden im Jahr 2012.
Erst nach Mansuetos Übernahme des Klubs – neun Jahre später – wurde das Projekt grundlegend überarbeitet. Der US-Amerikaner investierte zusätzlich 18,4 Millionen Franken in zahlreiche Verbesserungen und Ausstattungsdetails. Geld, das man heute an jeder Ecke sieht.
Lugano senkte die Zuschauerkapazität
Unter der Leitung von CEO Martin Blaser stellte ein Team zusammen mit Spezialisten für Stadionbau, TV-Produktion, Fussball und Catering das gesamte Konzept auf den Prüfstand. Das Resultat: Unter anderem wurde die geplante Kapazität von 10'412 auf 8793 Plätze sowie die Zahl der Hospitality-Plätze von 848 auf 354 reduziert. Für einen Kanton mit rund 350'000 Einwohnern ein cleverer und nachvollziehbarer Schachzug.
Das Ziel blieb dabei immer dasselbe: eine kompakte, hochwertige Fussballarena nach Uefa-Kategorie 4 zu schaffen. Theoretisch könnte in der AIL Arena sogar ein Champions-League-Halbfinal ausgetragen werden. So weit dürfte es mit dem FC Lugano zwar kaum kommen. Entstanden ist dennoch eine der attraktivsten Fussballarenen der Schweiz.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 1 | 2 | 3 | |
2 | FC Thun | 1 | 2 | 3 | |
3 | FC Basel | 1 | 1 | 3 | |
4 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
4 | FC Lausanne-Sport | 1 | 0 | 1 | |
6 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
6 | FC St. Gallen | 0 | 0 | 0 | |
6 | FC Vaduz | 0 | 0 | 0 | |
6 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
10 | Servette FC | 1 | -1 | 0 | |
11 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 |