«Vom Fiat Panda zum Porsche»
So machte US-Boss Mansueto den Lugano-Tempel möglich

Die AIL Arena in Lugano eröffnet: Luxuriös und modern ersetzt sie das alte Stadio Cornaredo. Möglich gemacht hat dies Klubbesitzer Joe Mansueto, der Millionen in das Prestigeprojekt investierte.
Kommentieren
1/18
Das neue Lugano-Stadion ist eine Augenweide.
Foto: Sven Thomann
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Mit der AIL Arena ist im Tessin ein echtes Schmuckstück entstanden. «Wir haben vom Fiat Panda zu einem Porsche gewechselt», sagt ein Materialwart zu Blick und schaut aus dem Fenster hinüber zum alten Stadio Cornaredo, das in diesen Tagen nach 75 Jahren Geschichte abgerissen wird

«Es ist tatsächlich wie Tag und Nacht», sagt auch Anto Grgic (29), während er Blick exklusiv durch seinen neuen Arbeitsplatz führt. Wo sich Spieler und Staff im alten Cornaredo regelmässig gegenseitig auf die Füsse traten, herrscht heute Grosszügigkeit. Der technische Staff, die Physiotherapie, die Materialwarte und die Profis – alle verfügen über ihre eigenen Bereiche.

Noch ist nicht alles eingerichtet

Als Blick das Stadion besucht, herrscht vor den Treppen, die hinauf zum Spielfeld führen reger Betrieb. Einer nach dem anderen posieren die Lugano-Profis für jene offiziellen Ligabilder, die während der Saison nach Toren oder bei Auswechslungen auf den Stadionbildschirmen und im TV eingeblendet werden.

Ganz eingelebt hat sich die Mannschaft in ihrem neuen Zuhause noch nicht. Bis auf die Garderobe wirkt vieles noch fabrikneu und unpersönlich. Doch Zweifel hat hier niemand: Es wird nicht lange dauern, bis sich Spieler und Staff hier rundum zu Hause fühlen.

Das Tessin bedankt sich bei Mansueto

Dass Lugano heute über eine der modernsten Spielstätten der Schweiz verfügt, ist vor allem Klubbesitzer Joe Mansueto (69) zu verdanken. Ohne den amerikanischen Milliardär wäre die AIL Arena nie zu jenem Boutique-Stadion geworden, das sie heute ist.

Denn ursprünglich hatte die Stadt Lugano, die Eigentümerin der Arena ist und sie an den FC Lugano vermietet, eine deutlich schlichtere Lösung vorgesehen – funktional und stark am Visana-Stadion in Thun orientiert. Die ersten Pläne dafür entstanden im Jahr 2012. 

Erst nach Mansuetos Übernahme des Klubs – neun Jahre später – wurde das Projekt grundlegend überarbeitet. Der US-Amerikaner investierte zusätzlich 18,4 Millionen Franken in zahlreiche Verbesserungen und Ausstattungsdetails. Geld, das man heute an jeder Ecke sieht.

Lugano senkte die Zuschauerkapazität

Unter der Leitung von CEO Martin Blaser stellte ein Team zusammen mit Spezialisten für Stadionbau, TV-Produktion, Fussball und Catering das gesamte Konzept auf den Prüfstand. Das Resultat: Unter anderem wurde die geplante Kapazität von 10'412 auf 8793 Plätze sowie die Zahl der Hospitality-Plätze von 848 auf 354 reduziert. Für einen Kanton mit rund 350'000 Einwohnern ein cleverer und nachvollziehbarer Schachzug.

Das Ziel blieb dabei immer dasselbe: eine kompakte, hochwertige Fussballarena nach Uefa-Kategorie 4 zu schaffen. Theoretisch könnte in der AIL Arena sogar ein Champions-League-Halbfinal ausgetragen werden. So weit dürfte es mit dem FC Lugano zwar kaum kommen. Entstanden ist dennoch eine der attraktivsten Fussballarenen der Schweiz.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Basel
FC Basel
1
1
3
4
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
1
0
1
4
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
1
0
1
6
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0
0
0
6
FC Vaduz
FC Vaduz
0
0
0
6
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
10
Servette FC
Servette FC
1
-1
0
11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen