Vier heisse Fragen zum Trainingsstart
Spannt der FCZ dem FC Winterthur den Sportchef aus?

Winterthur hat drei Punkte weniger als noch vor einem Jahr. Ob der FCW erneut ein Wunder schafft, steht in den Sternen. Was auf dem Transfermarkt zu erwarten ist – und ob sich der FCZ auf der Schützenwiese bedient.
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Mit einem Abstieg will sich Winti-Sportchef Oliver Kaiser derzeit nicht beschäftigen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • FC Winterthur kämpft gegen Abstieg, 3 Siege in 18 Spielen
  • Trainer Rahmen bleibt trotz Abstieg, Vertrag bis Juni 2027
  • Sportchef Kaiser könnte zum FCZ wechseln, Budget dort grösser
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Stefan KreisReporter Fussball

Carlo Cremonesi ist kein Gfrörli. Trotz Minustemperaturen steht der Teammanager des FC Winterthur zum Trainingsauftakt mit kurzen Hosen am Spielfeldrand. Auf die Frage, ob er täglich in der Töss baden gehe, antwortet der 58-Jährige: «Nein, aber ich dusche jeden Morgen kalt.» Kalt geduscht wurde auch der FCW in dieser Saison. Bloss 3 Siege in 18 Spielen. Zeit für ein paar heisse Fragen. 

Schafft Winti erneut die Wunder-Wende?

Viel spricht dagegen. Vor einem Jahr hatte der FCW nach 18 Spielen drei Zähler mehr auf dem Konto als jetzt. Und mit Yverdon und GC zwei Konkurrenten, die ebenfalls heftig schwächelten. In dieser Saison wirken die Hoppers, als hätten sie einen Plan. Und ein zweiter klarer Abstiegskandidat ist bislang nicht in Sicht. Trotzdem will Winti-Sportchef Oliver Kaiser (46) nichts vom bevorstehenden Abstieg wissen: «Wir glauben an den Ligaerhalt. Die letzten Wochen geben Anlass zur Zuversicht. Wir haben gute Leistungen gezeigt. Leider ist es uns nicht gelungen, uns mit Punkten zu belohnen.» Was für Winti spricht: Schon in der letzten Saison wurde die Mannschaft mehrfach abgeschrieben, am Ende schaffte man die Wunder-Wende. 

Bleibt Rahmen auch beim Abstieg Trainer?

Ja. Der Basler hat auf der Schützenwiese einen Vertrag bis Juni 2027 unterschrieben und würde die Eulachstädter wohl auch in die Challenge League begleiten. Oliver Kaiser sagt: «Wir wollen nicht jedes Jahr einen Trainerwechsel.» Im Dezember vor einem Jahr schickte der FCW Ognjen Zaric (36) in die Wüste und holte mit Uli Forte (51) einen Feuerwehrmann. Diese Patrone hat der FCW-Sportchef in dieser Saison schon verbraucht. 

Legt der FCW auf dem Transfermarkt nach?

Kaum. Oder um es mit Oliver Kaiser zu sagen: «Grosse Veränderungen wird es nicht geben.» Möglich, dass noch der eine oder andere Leihspieler zum FCW stossen wird. Priorität hat aber die Verkleinerung des Kaders. Erst dann wären etwaige Zuzüge möglich. 

Spannt der FCZ Winti den Sportchef aus?

Nicht ausgeschlossen. Der FCZ sucht einen Mann mit Erfahrung. Und fähige Sportchefs wachsen nicht wie Halme auf einem Fussballrasen. Unter Oliver Kaiser ist der FCW nach 37 Jahren wieder in die Super League zurückgekehrt. Und in der zweiten Saison legte der Klub gar ein Husarenstück hin. Top 6. Trotz Mini-Budget. Seither steht der FCW wieder dort, wo er dank seiner begrenzten finanziellen Mittel auch hingehört: ans Ende der Tabelle. Dass Kaiser Jahr für Jahr seine besten Spieler verliert, macht die Sache nicht einfacher. Dass er beim FCZ massiv mehr Möglichkeiten hätte, steht ausser Frage. 

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
FC Sion
18
4
27
7
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
8
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
0
21
10
Servette FC
Servette FC
18
-6
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-27
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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