Viel Arbeit für Coach Frick
Der FC Luzern hat eine grosse Baustelle

Das grosse Problem beim FC Luzern? Sie erhalten zu viele Gegentore. Auch am Donnerstag in Lugano? Trainer Frick betreibt Ursachenforschung.
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Nicht immer hat der FCL in dieser Saison in der Defensive erfreulich abgeschnitten.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Luzern kassiert viele Gegentore trotz guter Offensive
  • Trainer Mario Frick sieht hohe Intensität als Grund für Fehler
  • 17 Gegentore in 10 Super-League-Partien, 1,7 pro Spiel
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die letzte Saison beendete der FC Luzern in der Championship Group. Zwar spielte man in den letzten fünf Partien nur noch eine Komparsenrolle und verpasste die Qualifikation für Europa. Im Grossen und Ganzen überwog in der Zentralschweiz aber die Freude über das Abschneiden.

Trotzdem gab es für Trainer Mario Frick (51) Kritikpunkte. Einer davon betraf die Defensivabteilung. 64 Gegentreffer kassierten die Luzerner. Der Liechtensteiner bezeichnete die Anzahl der Gegentore als «nicht gerade eine Auszeichnung». Und er versprach Besserung für die neue Saison.

Die Gründe für die vielen Gegentore

Inzwischen sind wir bei zehn Super-League-Partien angelangt. Und Pascal Loretz (22) musste schon 17 Mal hinter sich greifen. Das ergibt 1,7 Gegentore pro Partie. Was ziemlich genau dem Schnitt aus der Vorsaison entspricht. Von Besserung ist also keine Spur in Sicht. Zeit also, um bei Frick nachzufragen.

«Ja, 17 Gegentore sind einfach zu viel», gibt der FCL-Coach unverblümt zu. Immerhin, und das verschleiere seiner Meinung nach die Sicht auf die Gegentore, schiessen seine Spieler auch fleissig Tore. 18 sind es bislang. «Aber willst du der Mannschaft sagen: Spielt einfach zu null, dann gewinnen wir? Das ist eine Floskel und geht nicht so einfach», erklärt der Liechtensteiner.

Zumal der FC Luzern nicht die einzige Mannschaft ist, die schon fast bei 20 Gegentoren steht. Einzig Sion, St. Gallen und Thun stehen noch bei unter 15. Frick erklärt sich das mit verschiedenen Gründen. «Durch die hohe Intensität in dieser Liga und das hohe Anlaufen der Mannschaften werden viele Fehler provoziert. Es gibt viele Missverständnisse oder Unaufmerksamkeiten. Zudem fallen viele Standardtore. Und last but not least sind die Offensiven von vielen Mannschaften sehr gut besetzt.»

«Da werde ich nicht böse»

Die beiden jüngsten Gegentore in Winterthur hätten aber nichts mit diesen Themen zu tun, meint Frick. Das seien einfach Geschenke gewesen, von denen man in den letzten Spielen zu viele verteilt habe. «Man darf ruhig mal einen Ball auf die Tribüne hauen. Da werde ich nicht böse», betont er.

Das Thema Verteidigen ist auf der Allmend derzeit aber trotzdem sehr präsent. «Wir haben den Fokus in den letzten Trainings bewusst aufs tiefe Verteidigen gesetzt. Und in Lugano wird es umso wichtiger sein, gut zu stehen und ihnen wenig zuzulassen. Wenn wir hinten die Null halten können, bin ich überzeugt, dass wir gewinnen.»

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
35
6
46
2
Servette FC
Servette FC
35
4
46
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
35
-9
42
4
FC Zürich
FC Zürich
35
-21
35
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
35
-28
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
35
-53
20
Relegation Play-Offs
Abstieg
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