Transfer-Chaos um FCL-Spieler
FCL-Profi war schon weg – und sagte neuem Klub dann ab

Teddy Okou bleibt vorerst beim FCL. Obwohl er beim ägyptischen Verein Zamalek kurz vor der Unterschrift stand. Trotz bestandenem Medizincheck zog sich Okou zurück.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Nach dem Auftaktspiel gegen GC scheint beim FC Luzern alles wunderbar zu sein. Schliesslich haben die Neuen, darunter wieder einmal eine Reihe an Eigengewächsen, bereits voll eingeschlagen. Im Hintergrund entwickelt sich allerdings langsam aber sicher eine Transfersaga. Die Rede ist von Teddy Okou (27).

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Scheint derzeit nicht besonders glücklich zu sein: Teddy Okou.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Eigentlich hätte der Franzose schon vor Wochen die Zentralschweiz verlassen sollen. Doch inzwischen ist Ende Juli und er ist immer noch ein FCL-Spieler. Und wie Blick weiss, wird es Okou vorerst auch bleiben. Denn die Verhandlungen mit dem ägyptischen Klub Zamalek sind gescheitert.

Doch gehen wir nochmals an den Anfang des Sommers: Okou kommt nach einem erfolgreichen Leihjahr in Lausanne zurück zum FCL. Beim Trainingsstart am 23. Juni verkündet Trainer Mario Frick (50), dass er voll auf den französischen Flügel setzen will. Er überlege sich gar einen Systemwechsel, betonte der Liechtensteiner.

Glauben konnte man diese Aussagen Fricks aber nicht wirklich. Entsprechend überraschte es kaum, als Okou nur wenige Tage später dem Klub seinen Wechselwunsch mitteilte. Schon beim ersten Testspiel in Schötz gegen Xamax fehlte er deshalb im Kader.

Eigentlich hätte er zu Zamalek wechseln sollen

Und als Luzern kurz darauf ins einwöchige Trainingslager nach Weiler im Allgäu reiste, fehlte Okou ebenfalls im Kader. «Es kann jeden Moment einen Transfer geben», begründete Frick damals die Absenz des pfeilschnellen und dribbelstarken Flügels. Über seinen Zielort war damals aber noch nichts bekannt.

Das änderte sich am 9. Juli. Nach Ägypten oder Katar soll Okou wechseln, erfuhr Blick an jenem Tag. In der Folge kristallisierte sich Zamalek aus Ägypten, der Ex-Klub von Trainer Christian Gross (70), als Favoriten hervor. Bis dann sogar die Rede davon war, dass der Deal in trockenen Tüchern sei.

Keine Zukunft in Luzern

Okou hat gemäss Blick-Informationen sogar den Medizincheck bei Zamalek absolviert und bestanden. Doch dann folgte der Rückzieher vonseiten des Spielers, weil vertragliche Details nicht wie mündlich vereinbart eingehalten wurden. Er teilte dem Klub deshalb mit, dass er nie für ihn spielen werde.

Währenddessen ging auf seinem Instagram-Account ein Shitstorm los. Okou selbst schloss die Kommentar-Funktion und setzte einen Kommentar ab, in der Hoffnung Verständnis zu erlangen. «Wenn ich reden würde, würdet ihr verstehen, dass ich Ägypten und Zamalek immer noch liebe.» Dorthin wechseln wird Okou trotzdem nicht. Genauso wenig steht ein Wechsel nach Saudi-Arabien vor dem Abschluss, wie es zuletzt hiess. Stattdessen sucht er zusammen mit seinem Berater auf Hochtouren nach einem neuen Klub.

Es geht also alles wieder von vorne los. Wie lange es bis zur nächsten Wende dauern wird und sich Okou einem neuen Verein anschliesst, ist offen. Nur eins ist sicher: Beim FCL ist die Zeit des Top-Transfers aus dem Sommer 2023 abgelaufen.

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