Tonali-Tor erlöst Gattuso
Ein Wettsünder lässt Italien von der WM träumen

Weil er auf eigene Spiele gewettet hatte, wurde Sandro Tonali (25) einst für mehr als zehn Monate gesperrt. Nun ist das Mittelfeldhirn zurück – und führt Italien in den Playoff-Final. Dort trifft die Squadra auf Bosnien.
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Die Erlösung: Tonali wird gegen Nordirland zum Dosenöffner.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sandro Tonali schiesst Italien ins WM-Playoff-Finale gegen Bosnien
  • Tonali war 2023 wegen illegaler Wetten zehn Monate gesperrt
  • Italien wartet seit zwölf Jahren auf eine WM-Teilnahme
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Stefan KreisReporter Fussball

Spielsucht ist teuflisch. Weil es ohne professionelle Hilfe kaum ein Entrinnen gibt aus der «Beim nächsten Mal gewinne ich»-Spirale. Sandro Tonali (25) weiss das. Weil er im Herbst 2023 für zehn Monate gesperrt wurde, als er illegal auf eigene Spiele seiner damaligen Vereine Brescia und Milan gewettet hatte. 

Tonali gab an, spielsüchtig zu sein, ging viermal in der Woche zum Psychologen, verzichtete monatelang auf sein Handy und konsumierte keine Medien, wie er im Podcast «Cronache di Spogliatoio» verrät. 

Zehn verpasste Länderspiele

Die Therapie scheint von Erfolg gekrönt zu sein. Der Mittelfeldspieler, der kurz vor seiner Sperre für 70 Millionen Euro zu Newcastle United wechselte, ist vom Wettsünder zum Nationalhelden gereift. Im Playoff-Halbfinal gegen Nordirland (2:0) wird er kurz nach der Pause per Direktabnahme zum Dosenöffner und schreit seine unbändige Freude in den Nachthimmel von Bergamo.

Zehn Länderspiele verpasst Tonali wegen der Sperre, unter anderem auch die EM 2024 und die Achtelfinal-Pleite gegen die Schweiz. Nun hält er den WM-Traum der Italiener mit seinem Treffer im Halbfinal gegen Nordirland am Leben. Seit zwölf (!) Jahren wartet die Squadra Azzurra auf eine Teilnahme. Im Final trifft die Elf von Coach Gennaro Gattuso auf Bosnien, das Wales in einem dramatischen Krimi besiegt.

Sturm-Legende kickt Bosnien in Verlängerung

Weil die mittlerweile 40 Jahre alte Sturm-Legende Edin Dzeko kurz vor Schluss den Ausgleich erzielt, retten sich die Balkan-Kicker in die Verlängerung. Da die überlegenen Waliser dort aber – wie schon zuvor – ihre Chancen nicht nutzen, kommts so, wie es nicht selten kommt: Im Penaltyschiessen versagen die Nerven. 

Und Bosnien träumt von der ersten WM-Teilnahme seit 2014. Mittendrin: Ex-YB-Junior Haris Tabakovic, der seinen Elfmeter verwandelt und massgeblichen Anteil daran hat, dass man am Dienstag gegen Italien um ein WM-Ticket spielt. 

Der Sieger dieser Partie trifft in der WM-Gruppenphase auf die Schweiz. Für Tonali wäre es das erste Mal seit der Quali für die WM 2022. Danach wurde er gesperrt. 

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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