Titel-Vorbereitungen laufen
Zwei Freinächte in Thun sind bereits bewilligt

So langsam aber sicher bereitet man sich im Berner Oberland auf die grosse Feier vor. Aber: Es ist auch möglich, dass Thun auf dem Sofa Meister wird. Hier kommt das Inside.
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Mauro Lustrinelli (l.) muss weiterhin auf Marco Bürki (r.) verzichten.
Foto: Pius Koller

Die Ausgangslage

Die Chance, dass Thun den Sensations-Titel bald ins Trockene bringt, ist nach dem St. Galler Remis gegen Luzern noch grösser geworden. Im Nachholspiel am Samstag gegen Basel ist der fixe Titel jedoch noch nicht ganz möglich. Gewinnen die Berner Oberländer das ausverkaufte Heimspiel gegen den amtierenden Meister, wären es jedoch 14 Punkte Vorsprung bei noch 15 zu vergebenden Punkten. Dann reicht in der nächsten Runde am 25. April gegen Lugano ein Sieg. Möglich ist Stand jetzt auch noch, dass Thun am Tag darauf, wenn St. Gallen in Bern spielt, je nach Ausgang Sofameister wird.

Die News der Woche

Die Bilder der ausgebrannten Basler Kabine gingen durch die internationale Presse. Zerstörtes medizinisches Material, Trikots und Schuhe: Alles verbrannt – an ein Fussballspiel war nicht zu denken, obwohl die Thuner für das Heimspiel bereit gewesen wären. So gab es für beide Teams ein spielfreies Wochenende. Diesen Samstag kann aber gespielt werden. Thun-Trainer Mauro Lustrinelli blickt voller Vorfreude auf das Nachholspiel: «Wir freuen uns auf tolle Stimmung in der ausverkauften Stockhorn Arena und ein Spiel, bei dem beide Teams mit grossen Ambitionen auftreten werden.» Anstelle des Spiels haben die Thuner eine zusätzliche Trainingseinheit eingelegt, wie der FCT-Coach verrät.

Die grosse Frage

Wie geht es Captain Marco Bürki? Der Innenverteidiger erholt sich derzeit noch immer von einem schweren Infekt, den sich der 32-Jährige Ende März eingefangen hat. Lustrinelli stellt klar, dass ein Einsatz am Wochenende noch nicht in Frage kommt: «Die Heilung von Marco verläuft positiv, dauert aber noch an. Marco absolviert individuelle Trainingseinheiten und nähert sich Schritt für Schritt wieder den Teamtrainings. Wann er vollumfänglich zurück auf dem Platz steht, ist noch offen.»

Gesagt ist gesagt

«Man kann nicht immer gewinnen, aber man kann immer eine Winner-Mentalität zeigen. Genau das haben wir in den letzten zwei Wochen trainiert. Wir wollen wieder unser Spiel spielen: Mit viel Energie und Selbstvertrauen auftreten und unsere Mentalität während 90 Minuten auf den Platz bringen», stellt der Thun-Trainer klar und lässt damit auch durchblicken, dass er mit dem Einsatz der letzten beiden Spiele nicht vollumfänglich zufrieden war.

Mögliche Aufstellung

Steffen; Fehr, Montolio, Bamert, Heule; Bertone, Käit; Imeri, Matoshi; Labeau, Rastoder.

Wer fehlt?

Marco Bürki (krank).

Neben dem Platz

Zwei Freinächte für die Stadt Thun sind bereits bewilligt, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Zwei Freinächte? Die erste wird eingeläutet, sobald der Meistertitel fix ist. Bereits am Wochenende des 25./26. April könnte es so weit sein. Die zweite würde dann bei der offiziellen Feier nach der Pokalübergabe folgen. Im Zentrum der Feierlichkeiten wird sicher auch der Thuner Rathausplatz stehen – obwohl dort ein Meister-Balkon fehlt. Doch in der grossen Blick-Reportage hat der Stadtpräsident bereits angekündigt, dass man sich schon etwas einfallen lassen werde. Lustrinelli selbst möchte sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigen: «Wir fokussieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Wir wollen in jedem Training besser werden und schauen nicht auf das, was morgen ist oder sein könnte.»

Hast du gewusst, dass …

… Thuns 71 Punkte nach 32 Spielen, die geteilt elftbeste Bilanz eines Teams in der Super League sind? Das zuvor letzte Team mit so vielen Punkten zu diesem Zeitpunkt war der FC Zürich in der Meistersaison 2021/22. Damals hatten die Zürcher 72 Zähler auf dem Konto.

Aufgepasst auf

Wie bereits vor der ursprünglichen Ansetzung des Spiels: Leonardo Bertone (32). Zum ersten Mal in dieser Saison hat der Mittelfeld-Chef im letzten Spiel der Thuner von Blick eine ungenügende Note erhalten. Gegen Lugano musste er vorzeitig und offenbar angeschlagen raus. Nun hatte er noch mehr Zeit, wieder zu regenerieren. Ob er beim Heimspiel gegen Basel wieder der Alte ist? Beim letzten Duell im Februar im Joggeli packte er ein Traumtor ins Lattenkreuz aus.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 32 Runden:

  1. Bertone 4,7
  2. Franke 4,5
  3. Montolio 4,5

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Schiedsrichter ist Mirel Turkes. Im VAR-Raum sitzt Luca Cibelli.

Der Gegner

Die Basler haben nach dem Kabinenbrand eine turbulente Woche hinter sich. Trotzdem steht für den FCB beim Leader einiges auf dem Spiel. Weil Lugano letzte Woche gewonnen hat, brauchen die Bebbi einen Sieg um den Anschluss auf Platz drei zu halten – und müssen gleichzeitig auf den gesperrten Trainer Stephan Lichtsteiner verzichten. Hier kommt das FCB-Inside.

Die Spiele am Wochenende

Nachholspiel
Sa., Thun – Basel, 20.30 Uhr

Cup-Halbfinals
Sa., SLO (ChL) – GC, 19.15 Uhr
So., Yverdon (ChL) – St. Gallen, 15 Uhr

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
2
Servette FC
Servette FC
33
0
40
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
4
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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