Thuner Transfer-Zeugnis
Die wahre Sportchef-Prüfung kommt erst noch

Thun-Sporchef Dominik Albrecht hat es geschafft, alle Leistungsträger im Team zu halten. Aber es haben noch nicht alle Neuzugänge eingeschlagen – und der Durchblick bei der Goaliefrage könnte besser sein. Das Transfer-Zeugnis des FC Thun.
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Darum gehts

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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Der Königstransfer

Eigentlich gibt es nur einen. Kastriot Imeri (25) trägt seit November 2021 das Label des Schweizer Nationalspielers. Wer hätte sich noch vor kurzem ausgemalt, dass ein solcher Name im Berner Oberland kickt? Doch Imeri hat in seinen zwei Liga-Spielen noch keine Stricke zerrissen. Mit Michael Heule (24) hingegen hat ein Sommertransfer voll eingeschlagen. Der Linksverteidiger ist mit seinen Grätschen, Rushes und Strafraum-Dribblings einer der grössten Aufsteiger des Liga-Starts.

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Mehrheitlich solid und erst vier Gegentore: Niklas Steffen. Aber bleibt er langfristig Stammgoalie?
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Der schmerzhafteste Abgang

Ein Verlust an Identifikation ist der Abgang von Miguel Castroman (30). Der Offensiv-Künstler war sechs Jahre lang in Thun, nun ist er Captain in Schaffhausen. Ein Verlust an Spektakel ist der Wechsel von Declan Frith (23). Der einstige Chelsea-Junior feierte seine Tore mit Flickflacks, nun kickt er bei Peterborough. Sportlich sind die beiden Abgänge in die Drittklassigkeit aber mehr als verkraftbar – Thun war nicht heiss darauf, sie zu halten.

Der Ladenhüter

Thun hätte Ersatzgoalie Nino Ziswiler (25) wohl nicht allzu grosse Steine in den Weg gelegt. Der Berner Oberländer wurde im Frühling mitten im Aufstiegsrennen als Nummer eins abgesägt. Doch sein Vertrag verlängerte sich kurz davor automatisch um ein Jahr – und das Eigengewächs aus Spiez ist eine Identifikationsfigur, redet im Mannschaftsrat mit. Die Lösung mit ihm als Nummer zwei hinter Niklas Steffen ist deshalb auch für den Klub nicht ungünstig.

Die ungelöste Frage

Thun hat nie offiziell bekannt gegeben, dass Goalie Niklas Steffen (24) fix die Nummer eins für die Saison 2025/26 ist. Es wurde dann mehr und mehr absehbar, dass der Solothurner die Chance bekommen würde, aber es schien, als sei Steffen vorerst auf Probe, weil er zuvor nie auf Super-League-Niveau im Tor stand. Die Frage ist mittlerweile im Hintergrund, weil Steffen sehr solid war. Aber komplett aus dem Raum ist die Goaliefrage nicht – auch weil Steffens Vertrag in zehn Monaten ausläuft.

Die Sportchef-Note: 5

Keinen einzigen Leistungsträger musste Sportchef Dominik Albrecht (40) verabschieden. Auch interessante Kicker wie U21-Nati-Spieler Ethan Meichtry (20) oder der überzeugende Abwehrmann Genis Montolio (29) sind nach dem Aufstieg ohne Nebengeräusche geblieben. Aber Mattias Käit (27) zum Beispiel muss erst noch beweisen, dass er im Mittelfeld die klare Verstärkung ist, von der die Rede war. Und: Die wirklich harte Prüfung gibts für Albrecht nach einer guten Saison in der Super League, wo seine Spieler in einem viel grösseren Schaufenster stehen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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