Enttäuschte Reichmuth und Bürki sprechen von vielen Chancen
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«Tut extrem weh»:Enttäuschte Reichmuth und Bürki sprechen von vielen Chancen

Ein neues Selbstverständnis
Thuner lassen nach Remis gegen GC aufhorchen

Das Märchen von Aufsteiger Thun hat nach dem späten GC-Ausgleich und dem Unentschieden (1:1) einen Makel. Das führt zu einer speziellen Situation nach der Partie.
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Topskorer Ibayi ist unzufrieden. Hat es in der Kabine bei Thun etwa so ausgesehen?
Foto: Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thun-Lustrinelli ist mit dem Punkt unzufrieden
  • Enttäuscht nach Remis und ein FCB, der einen kaltlässt?
  • Ist das das neue Thuner Selbstverständnis?
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Wie ist es einzuordnen, wenn Thun als Aufsteiger den Juli und August ungeschlagen übersteht und mit 13 von 15 möglichen Punkten in die Nati-Pause geht? Hervorragend, würden die meisten sagen.

Aber bei Trainer Mauro Lustrinelli (49) tönt es so: «Es ist schön, wenn ich nach dem Spiel in die Kabine komme, und die Spieler sind enttäuscht.» Eine fast unerhörte Aussage für einen Aufsteiger, der nach fünf Spielen Leader bleibt.

Stich ins Thun-Herz durch 17-jährigen GC-Joker

Natürlich, Lustrinelli meint in erster Linie die Enttäuschung direkt nach dem Spiel. Denn Thun ist gegen GC drauf und dran, den fünften Sieg einzufahren. Das erwartet schwierige Spiel in der Offensive gegen einen ähnlich eingestellten Gegner, der ebenso wenig auf Ballbesitz spielt, wird es nicht. Thun hat mehrere Top-Chancen. Und eine davon verwertet Reichmuth souverän (50.).

Aber dann gelingt es nicht, den Sieg ins Trockene zu bringen. Bei GC sind die Einwechslungen von Trainer Gerald Scheiblehner (48) erfolgreich. Der starke Lee steht am Ursprung des Tores, behauptet sich gegen Thun-Captain Bürki. Und dann ist es der 17-jährige Pantaleo Creti, der nur eine Minute nach seiner Einwechslung am richtigen Ort steht (84.). Auf der Medientribüne jubelt auch Sportchef Alain Sutter, der das gesamte Spiel stehend verfolgt und jede Szene scharf beobachtet.

Scheiblehner und Lustrinelli sehen es anders

Trainer Scheiblehner sagt zum Remis: «Ich weiss nicht, ob ich es durch die Vereinsbrille sehe, aber ich denke, dass beide Teams zufrieden sein können mit diesem Punkt.» Lustrinelli kommt nach ihm zu Wort und sieht es bekanntlich anders. Es ist das neue Selbstverständnis von Aufsteiger Thun.

Die Berner Oberländer hätten Ausreden gehabt. Mittelfeld-Chef Leonardo Bertone (31) fehlt für das Spiel überraschend. «Ein kleiner Eingriff an der Leiste.» Ein taktisch gewählter Zeitpunkt für die Operation, weil nun Nati-Pause ist.

Müsste GC unzufriedener sein?

Bertone wird ziemlich sicher beim nächsten Spiel am 13. September gegen Basel wieder mit dabei sein. Basel in der Stockhorn-Arena – ein Zückerchen, das nach der Nati-Pause wartet? Captain Bürki muss lachen, sagt zu Blick: «Einfach der nächste Super-Ligist, gegen den wir in der gleichen Liga spielen.» Das nächste Beispiel für das neue Selbstverständnis.

Bei GC hingegen ist man nach einem dritten Remis in fünf sieglosen Spielen zufrieden. Auch wenn es nach diesem Spielverlauf naheliegend scheint – würde mehr Unzufriedenheit guttun? 

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