Darum gehts
- GC mit 15 Mio. CHF Defizit 2025, 1,5 Mio. mehr als 2024
- Hauptgrund: Spielertransfers mit Verlust von knapp 800'000 CHF
- YB erzielt 3 Mio. CHF Gewinn, Basel 6 Mio. durch Transfererlöse
Seit Jahren kämpfen die Grasshoppers mit einem Defizit – und dieses Problem dürfte so schnell auch nicht kleiner werden, denn: Im Vergleich zum Vorjahr rutscht GC noch weiter ins Minus. Um über 15 Millionen Franken übertrifft der getätigte Aufwand im Jahr 2025 die Einnahmen, wie aus den am Mittwoch publizierten Finanzinformationen der Swiss Football League hervorgeht.
Diese erlauben einen Einblick in die finanzielle Lage derjenigen Klubs, die für die kommende Saison eine Europacup-Lizenz beantragt haben – mit der Ausnahme des FC Winterthur sind alle Vereine aufgeführt. So auch das finanzielle Sorgenkind GC, dessen Defizit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um rund 1,5 Millionen Franken angewachsen ist.
Kein Verein ist überschuldet
Immerhin: Beim wirtschaftlichen Eigenkapital liegt der Rekordmeister mit 3,4 Millionen Franken im Mittelfeld. Wird dieses mitberücksichtigt, hält sich auch die finanzielle Schieflage in Grenzen: Die SFL betont in ihrer Mitteilung, dass «keiner der aufgeführten Klubs zum Zeitpunkt des Abschlusses überschuldet» sei.
Hauptgrund für das Anwachsen des GC-Defizits ist ein Minus aus Spielertransfers in der Höhe von knapp 800'000 Franken. Dass gerade die so generierten Gelder ein geeigneter Weg zur Verringerung des Defizits wären, zeigt das Beispiel des FC Luzern: Noch vor einem Jahr schrieben die Zentralschweizer dunkelrote Zahlen – nun resultiert vor allem aufgrund der lukrativen Abgänge von Sascha Britschgi (nach Parma) und Aleksandar Stankovic (zu Inter) ein Plus von rund 500'000 Franken.
YB schreibt Gewinn, aber …
Schwarze Zahlen schreibt auch der FC Zürich, wenn auch äusserst knapp: 79'000 Franken Gewinn gibt er für das Geschäftsjahr 2025 an. Dafür notwendig sind aber noch einmal etwas höhere Zuschüsse von Geldgebern wie dem Präsidenten-Ehepaar Canepa: Die «sonstigen betrieblichen Erträge», die solche Beiträge abbilden, belaufen sich beim FCZ auf über 12 Millionen Franken und sind damit um rund zwei Millionen Franken höher als im Vorjahr. Allerdings: Auch die Einnahmen aus Sponsoring und Eintrittsgeldern sind etwa doppelt so hoch wie bei den im gleichen Stadion spielenden Grasshoppers.
Liga-Krösus bleiben weiterhin die Young Boys: Die Berner führen das Ranking der Super-League-Klubs sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben an, wobei sich das Plus auf knapp drei Millionen Franken beläuft. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Die Transfergewinne sind mit vier Millionen Franken deutlich geringer als etwa bei Dauerrivale Basel, der vor allem dank der Abgänge von Leon Avdullahu (Hoffenheim) und Kevin Carlos (Nizza) im Sommer rund sechs Millionen Franken mehr eingenommen hat – so viel wie kein anderer Schweizer Klub.
Die detaillierte Übersicht über Einnahmen und Ausgaben aller aufgeführten Super-League-Klubs findest du hier.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
2 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
4 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |












