Darum gehts
- Luzern siegt durch Last-Minute-Tor gegen Vaduz und beendet Fehlstart
- Nachwuchsspieler Dantas Fernandes und Toggenburger erzielen erste Super-League-Tore
- Captain Di Giusto und Torschützen zahlen in Mannschaftskasse ein
Dramatisch war der Last-Minute-Sieg der Luzerner gegen Vaduz. Dank einer Millimeter-Entscheidung bezwingen die Innerschweizer den Aufsteiger und schaffen es so, den verpatzten Saisonstart wiedergutzumachen.
Besonders gross ist die Freude bei den beiden Torschützen Ruben Dantas Fernandes und Nando Toggenburger. Für beide Nachwuchsspieler ist es das erste Super-League-Tor überhaupt. Entsprechend gross ist die Freude bei Aussenverteidiger Fernandes: «Ich habe schon mehrmals versucht, aufs Tor zu schiessen, jetzt ist er endlich einmal rein.»
Für ihn sei es aber das Wichtigste, dass er der Mannschaft helfen konnte: «Die drei Punkte sind das Wichtigste.» Stolz verrät er aber, dass er sein Shirt behalten wird: «Das Trikot wird einen besonderen Platz erhalten.»
Di Giusto wurde überrascht
Freuen über die beiden Premieren-Tore tut sich auch die Mannschaftskasse, wie Matteo Di Giusto verrät: «Sie können jetzt erst einmal schön bezahlen.» Dann bemerkt er allerdings, dass auch er einzahlen muss. «Ich war zum ersten Mal Captain, also muss ich auch bezahlen. Die Mannschaftskasse wird nach diesem Spiel also gut gefüllt werden.»
Dass der Zürcher die Luzerner auf den Platz führt, ist dem verletzungsbedingten Ausfall von Pius Dorn geschuldet. «Ich war ehrlicherweise selbst etwas überrascht, als der Coach auf mich zugekommen ist. Es verändert für mich aber nicht viel, ausser dass ich für den Schiedsrichter die Ansprechperson bin.» Jeder sei ein Leader auf dem Platz. «Ich bin sicher nicht ein Captain, der auf dem Platz rumschreit», verrät Di Giusto mit einem Schmunzeln. Es erfülle ihn aber mit Stolz, für das Amt ausgewählt worden zu sein: «Ich finde es schön, dass der Trainerstaff diese Rolle in mir sieht.»
Auch Portmann pocht auf Zahlung
An der Pressekonferenz erklärt Trainer Udo Portmann auf Blick-Nachfrage, warum die Wahl auf den 26-Jährigen gefallen ist. «Matteo ist im Spielerrat. Es wurde erst am Morgen klar, dass Pius Dorn nicht spielen kann, entsprechend kurzfristig war der Entscheid. Wir hatten das Gefühl, dass die Form, die er derzeit hat, das zulässt. Da er schon etwas erfahrener ist, wussten wir, dass das ‹Bändeli› keine Belastung für ihn ist.»
In einem Punkt lässt ihn aber auch sein Trainer nicht vom Haken: «Er hatte sehr Freude, aber er muss jetzt in die Mannschaftskasse einzahlen – oder zumindest eine Runde bezahlen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 6 | 12 | 14 | |
2 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC Luzern | 6 | -3 | 8 | |
5 | FC St. Gallen | 5 | -1 | 7 | |
6 | FC Thun | 5 | -5 | 7 | |
7 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 6 | -1 | 6 | |
9 | FC Zürich | 6 | -7 | 6 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 5 | -5 | 4 | |
12 | FC Vaduz | 6 | -3 | 3 |
