Sechste Pleite in der Fremde
Lopes-Traumtor beim nächsten Vaduzer Gruseltrip

Vaduz muss sich auswärts auch Servette geschlagen geben – weil Thomas Lopes einen Mega-Hammer auspackt und Kingstone Mutandwa im fünften Super-League-Spiel in Serie trifft.
Kommentieren
1/11
Thomas Lopes feiert sein Traumtor.
Foto: keystone-sda.ch
20398918 AuthorPlaceholder.png
RMS_Portrait_AUTOR_364.JPG
Thomas Freiburghaus und Yannick Peng

Die Schlüsselszene

Nach 15 Minuten steht das spärlich besuchte Stade de Genève Kopf – und das zu Recht. Nach einem Ballverlust von Vaduz-Stürmer Marcel Monsberger schaltet Servette schnell um. Steve Rouiller spielt den Ball zu Thomas Lopes, der ein paar Schritte geht und dann aus rund 25 Metern abzieht. Sein Mega-Strahl zischt unhaltbar in die obere linke Torecke: Marke Traumtor.

Das Spiel

Was Vaduz resultatmässig auswärts in der Super League abliefert, ist der reinste Horror. Das 1:2 im Stade de Genève gegen Servette ist gleichbedeutend mit der sechsten Niederlage im sechsten Spiel in der Fremde – und zu allem Übel muss auch noch Luca Mack nach etwas mehr als einer halben Stunde verletzt (Knie) ausgewechselt werden. Viel Ballbesitz bringt letztlich nichts, wenn daraus eigentlich fast keine Torgefahr entsteht.

In der Partie, die unter dem Motto «Halloween» steht, ist es Servette, das sich deutlich mehr Chancen als die Gäste aus dem Ländle erspielt. Die Grenats haben direkt nach dem Traumtor von Thomas Lopes, zu Beginn der zweiten Halbzeit und nach dem Vaduz-Ausgleich durch Lutfi Dalipi jeweils ihre besten Phasen. Letztlich ist es Kingstone Mutandwa, der seine Torserie in der Super League am Laufen hält und die Genfer zum Sieg schiesst.

Die Tore

15. Minute, Thomas Lopes, 1:0. Rouiller erobert im Zweikampf mit Monsberger den Ball und setzt Lopes in Szene. Was dieser danach macht, ist grosses Kino: Der 19-Jährige bewirbt sich mit einem satten Distanzschuss für das Tor der elften Meisterschaftsrunde.

77. Minute, Lutfi Dalipi, 1:1. Dalipi narrt die komplette Abwehr des Heimteams und netzt nach einem Doppelpass mit Djokic sehenswert zum Ausgleich ein. Gleich fünf Servette-Spieler – unter anderem schlägt Rouiller ein Luftloch – sind nicht in der Lage, Dalipi aufzuhalten.

85. Minute, Kingstone Mutandwa, 2:1. Nach Mendes’ Hereingabe wird Mutandwa an der Strafraumgrenze von Lang zu wenig energisch angegangen. Mit einem Flachschuss durch die Beine des Vaduzer Verteidigers hindurch beschert der Genfer Stürmer Servette den Sieg.

Der Beste

Wie kann man Thomas Lopes nach seinem grossartigen Führungstreffer nicht erwähnen? In der 15. Minute erzielt der Servette-Akteur ein echtes Traumtor aus 25 Metern. Der neue Spielmacher der Grenats, der in der 78. Minute ausgewechselt wird, beweist einmal mehr seinen ganzen Mut und seine Kreativität.

Der Schlechteste

Marcel Monsberger. Abgesehen von einem etwas harmlosen Kopfball in der 56. Minute bleibt der Torjäger des FC Vaduz blass. Man muss allerdings auch anmerken, dass ihn nur wenige Bälle erreichen. Vor dem 0:1 verliert er den Ball leichtfertig.

Die Fans

6850 Zuschauer sind im Stade de Genève zugegen – die zweitniedrigste Zuschauerzahl der Saison an diesem speziellen Halloween-Abend. Etwa 30 Fans aus Liechtenstein befinden sich im Gästeblock.

Die Schiris

Im Rahmen der «Week of the Referees» werden die Schiedsrichter von den Spielern mit einem Spalier empfangen. Im Spielverlauf verwarnt Luca Cibelli auf beiden Seiten jeweils drei Akteure und zeigt sich dabei ziemlich streng. Deswegen ist die Frustration des Publikums und des Genfer Staffs durchaus nachvollziehbar.

Das gab zu reden

Zur Halbzeit hat Vaduz über 70 Prozent Ballbesitz, am Ende sind es deren 66. Doch abgesehen vom Geistesblitz von Lutfi Dalipi im Strafraum bleiben die Liechtensteiner weitgehend harmlos. Haben die Genfer ihrem Gegner den Ballbesitz womöglich bewusst überlassen? Das hätte sie beinahe zwei Punkte gekostet.

So gehts weiter

Beide Teams stehen kommende Woche erneut am Samstag ab 18 Uhr im Einsatz – Servette in St. Gallen und Vaduz in Zürich gegen GC.

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen