Servette erntet ein Pfeifkonzert. Die Grenats feuern ihre Mannschaft bis fast zur letzten Sekunde an, doch nachdem Samuel Mraz diese riesige Chance vergeben hat, lassen sie ihrem Ärger freien Lauf. Die Genfer Spieler werden nach dem Spiel gegen Luzern von einem Teil der Nordtribüne ausgepfiffen, weil sie völlig unnötig zwei Punkte liegenlassen. 1:1 lautete das Endergebnis nach einer traurigen Leistung, obwohl die erste Viertelstunde noch sehr überzeugend verläuft.
Die Genfer spielen zum ersten Mal in der neuen, verkleinerten Konfiguration des Stade de Genève, an den Seitentribünen wurden granatrote Planen angebracht, um «die Leere weniger deutlich erscheinen zu lassen». Diese Tarnvorrichtungen können bei Spielen der Nati entfernt werden, was 2026 leider nicht der Fall sein wird, da der SFV Luzern und St. Gallen als Austragungsorte für die Nations-League-Spiele im Herbst ausgewählt hat.
Hat Jocelyn Gourvennec geblufft, indem er die Verletzung seines Torhüters Edvinas Gertmonas vor dem Spiel nicht bekannt gegeben hat? Oder hat sich der litauische Torhüter kurz vor dem Spiel verletzt? Das ist eine der Fragen, die man dem Servette-Trainer stellen muss.
Miroslav Stevanovic Top und Flop
Routinier Miroslav Stevanovic profitiert in der 14. Minute von Karlo Leticas Goalie-Patzer. Nach der Führung folgt in der 20. Minute die nächste gute Neuigkeit für Servette: Oscar Kabwit tritt David Douline von hinten auf den Knöchel. Johannes von Mandach entscheidet sich zunächst für Gelb, ändert dann aber auf Anraten des VAR seine Meinung. Rot!
Mit einem Tor Vorsprung und in Überzahl kassieren die Servettiens jedoch nach einer Ecke den Ausgleich. Miroslav Stevanovic missglückt eine Brustablage völlig, was Daniel Mikolajewski ausnutzt, um einen Konter zu starten und Andrejs Ciganiks genial im Strafraum anzuspielen. Der Lette lupft den Ball über Léo Besson hinweg. Elf Sekunden zuvor befinden sich noch neun Genfer im Luzerner Strafraum – das nennt man einen Blitzkonter.
Servette viel zu zaghaft
Und dann? Eine lange, sehr lange Genfer Dominanz, während sich der FC Luzern am Unentschieden festhält, ohne noch etwas zu versuchen. Die einzige Frage: Würden die Grenats ein zweites Mal die Lücke finden, die drei Punkte wert ist? Die Antwort lautete Nein. Und so ehrlich muss man sein: Sie liefern insgesamt eine traurige Leistung ab, die nichts Besseres verdient hat. Und zwanzig Minuten vor Schluss kassieren sie beinahe noch das Gegentor. Kurz gesagt: ein Spiel zum Vergessen. Oder vielleicht auch im Gegenteil: Eines, das es genau zu analysieren gilt. Ja, es gibt mildernde Umstände, vor allem die nicht abgeschlossene Kaderplanung, aber das entschuldigt nicht den Mangel an Spektakel und Qualität.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 5 | 10 | 11 | |
2 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
3 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
4 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
5 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Zürich | 5 | -5 | 6 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 5 | -1 | 5 | |
8 | FC Luzern | 5 | -4 | 5 | |
9 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
10 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 4 | -5 | 0 |

