Schiri-Boss Amhof erklärt
«Die europäische Regelauslegung ist korrekter»

Die Uefa und damit auch die Swiss Football League übernehmen viele, aber nicht alle Regeln, die an der WM neu eingeführt wurden. Mit diesen soll vor allem der Spielfluss gefördert werden. Auch der Captain-Only-Regel soll wieder vermehrt Beachtung geschenkt werden.
Kommentieren
1/6
Breel Embolo flog gegen Argentinien nach einer Schwalbe und einem VAR-Eingriff vom Platz – dies ist in der Super League nicht möglich.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Super League startet Samstag mit neuen Regeln für erhöhten Spielfluss
  • VAR greift bei Spieler-Verwechslung ein, nicht bei Vergehen
  • Strengere Captain-Only-Regel, Verwarnung bei Nichtbefolgung durch Spieler
RMS_Portrait_AUTOR_1052.JPG
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Viele, der an der WM neu eingeführten Regeln, gelten auch in der am Samstag beginnenden Super-League-Saison – aber nicht alle. So wird es zum Beispiel einen «Fall Embolo» wie an der WM, als der Nati-Stürmer gegen Argentinien nachträglich nach einem VAR-Eingriff für seine Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah, nicht geben. Wie bis anhin darf der VAR bei einer Verwechslung des Spielers, nicht aber des Vergehens eingreifen.

«Ich gebe dem VAR keine Schuld, er muss eingreifen»
0:41
Meier über Embolo-Schwalbe:«Ich gebe dem VAR keine Schuld, er muss eingreifen»

Entscheidend sei die konsequente Regelauslegung während eines Turniers, sagt Sascha Amhof (46), Leiter Ressort Schiedsrichter im SFV, in einer Medienrunde. Und dies habe die Fifa getan. «Aber ich finde die europäische Regelauslegung korrekter.» Dass ab sofort verschiedene Regeln gelten würden, sei nicht so. «Aber dass immer mehr optionale Regeln kommen, macht das Ganze schwieriger, vor allem wenn man auch an die Schiedsrichter in den unteren Ligen denkt.»

Uefa-Schiri-Boss Rosetti gibt den Kurs vor

An einem Meeting mit der Uefa und ihrem Schiri-Boss Roberto Rosetti (58) am Donnerstag wurden die neu geltenden Regeln noch einmal geschärft. Diese sollen vor allem für einen «erhöhten Spielfluss» sorgen, wie Amhof erklärt. Sowohl bei Abstössen, Einwürfen und Auswechslungen gilt ab sofort auch in der SFL eine Zeitregel, die vom Schiedsrichter jeweils mit der Hand angezeigt wird. Kommt es zu Verletzungsunterbrechungen, müssen grundsätzlich die Spieler danach eine Minute warten, bis sie wieder ins Geschehen eingreifen können.

Festgelegt wurde auch, dass in Zukunft ein sogenannter «Kids-Mistake» mit einem Penalty geahndet werden soll. Der von Schiedsrichter Glenn Nyberg verwendete Ausdruck erlangte anlässlich des Champions-League-Viertelfinals 2024 zwischen Arsenal und Bayern München Berühmtheit, als Arsenals Gabriel einen freigegebenen Abstoss im Strafraum in die Hand genommen hatte, dies aber nicht als Penalty geahndet wurde. Auch in der vergangenen Saison gab es einen ähnlichen Fall beim Duell zwischen Barcelona und Atlético Madrid.

Vermehrter Fokus auf Captain-Only-Regel

Auch auf die Captain-Only-Regel soll wieder vermehrt ein Augenmerk gelegt werden. «Bei der Fifa war das nicht hoch auf der Prioritätenliste», so Amhof. «Aber wir wollen es so, Rosetti will es so.» Die Regel besagt, dass bei strittigen Szenen nur der Captain mit dem Schiedsrichter diskutieren darf. Ein Fehlverhalten wird mit einer Verwarnung geahndet. An der WM wurde diese Regel praktisch ignoriert.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
0
0
0
1
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
1
FC Luzern
FC Luzern
0
0
0
1
FC Sion
FC Sion
0
0
0
1
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0
0
0
1
FC Thun
FC Thun
0
0
0
1
FC Vaduz
FC Vaduz
0
0
0
1
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
1
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
0
0
0
1
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
0
0
0
1
Servette FC
Servette FC
0
0
0
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
0
0
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen