Noch ist Thun nicht durch!
Drei Gründe, wieso Thun im Meisterrennen noch eingeholt wird

Der FC Thun marschiert seit Wochen in Richtung Meistertitel. Blick liefert drei Gründe, wieso die Riesen-Überraschung noch platzen könnte und am Ende einer der Verfolger jubeln wird.
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Frustrierte Thuner? Das gabs in der Super League schon länger nicht mehr.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
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Stefan KreisReporter Fussball

Stephan Lichtsteiner (42) ist ein absoluter Siegertyp. Drum bleibt ihm nach der 2:4-Pleite gegen den FC Luzern gar nichts anderes übrig, als den Hobby-Mathematiker zu mimen. «Wir glauben an den Titel, solange es mathematisch nicht fertig gespielt ist», so der FCB-Jungtrainer. Wohlwissend, dass eine Aufholjagd gleichbedeutend mit der irrsten Wende der Schweizer Fussballgeschichte wäre. 21 Verlustpunkte liegt der FCB hinter Leader Thun, bei 36 noch zu vergebenden Punkten. 

Von den direkten Verfolgern aus St. Gallen und Lugano sind leisere Töne zu vernehmen. Mattia Croci-Torti hat dem FC Thun bei mittlerweile zwölf Punkten Rückstand bereits zum Meistertitel gratuliert. Und beim FCSG, der einen Zähler mehr auf dem Konto hat, will man erst gar nicht auf die Tabelle schauen, sondern Spiel für Spiel nehmen. 

Entgegen aller Wahrscheinlichkeit aber gibts drei Gründe, die den beiden Klubs im Meisterrennen noch Hoffnung machen könnten. 

Der Rasen auf der Schützenwiese

Dass die Kunstrasengastgeber aus Thun alle (!) Spiele auf Naturrasen gewonnen haben, ist der wohl bemerkenswerteste Fakt der ganzen Saison. Nun aber müssen die Berner Oberländer am Mittwoch nach Winterthur. Dort werden im April Gerüchten zufolge Kartoffeln angepflanzt. Ob der grandiose Lauf der Thuner mit acht siegreichen Spielen in Folge auf dem Schützi-Acker ein erstes Mal ausgebremst wird? 

Die Direktduelle

Dass sich sowohl der FCSG als auch Lugano für die Meisterrunde qualifizieren werden, ist so gut wie sicher. Heisst: Beide Klubs treffen noch je zweimal auf den FC Thun. Und sie müssen beide je sechs Punkte holen, will man die minime Chance auf den Titel noch wahren. 

Die Thuner Meisterflatter

Thun-Captain Leonardo Bertone und Kastriot Imeri wurden mit YB zweimal Meister. Und sie haben damit zwei Titel mehr auf dem Konto als das gesamte Kader der Berner Oberländer zusammen. Drum die Frage aller Fragen, die schon seit Monaten durch die Fussballschweiz geistert: Kriegt der Aufsteiger irgendwann die Flatter? Kann die Elf vor lauter Meisterträumen nicht mehr schlafen? Flattern Angebote rein, die den Spielern die Sinne vernebeln? Gibts Zoff um etwaige Meisterprämien, mit denen vor der Saison niemand rechnen konnte? Oder greift der Fussballgott noch ein und macht aus der eh schon komplett verrückten Super League ein grosses Drama?

Anzeichen dafür gibts bislang null. Drum hilft für den FCSG und Lugano wohl nur noch beten. 

Thun siegt, Sion fliegt – gleich dreifach vom Platz
3:21
Highlights im Video:Thun siegt, Sion fliegt – gleich dreifach vom Platz
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
26
19
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
26
3
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
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