Nach dem Thuner Debakel
Die schlimmsten Klatschen der Schweizer Klubs im Europacup

Der FC Thun wird in Polen deklassiert und blamiert sich als Schweizer Meister bis auf die Knochen. Doch die Berner Oberländer sind nicht die Einzigen, die auf europäischer Bühne ein Fiasko erleben. Eine Übersicht zu den bittersten Klatschen der Schweizer im Europacup.
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Der FC Thun wird von Lech Posen mit 0:7 gedemütigt.
Foto: keystone-sda.ch
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Was für eine Abreibung in Polen! Der FC Thun wird von Lech Posen nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und geht im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation mit 0:7 komplett unter. Eine historische Klatsche für den Schweizer Meister. Doch das Thuner Debakel ist nicht die einzige Kanterniederlage von Super-League-Vertretern auf europäischer Bühne: Blick zeigt dir die schlimmsten Klatschen von Schweizer Klubs seit der Einführung der Super League 2003/2004.

Lech Posen – GC 6:0 (14.08.2008)

Lech Posen und die Schweizer Klubs – da war doch schon mal was. Schon vor gut 18 Jahren erwischte es einen Schweizer knüppeldick: Damals waren es die Hoppers, die im Hinspiel der zweiten Uefa-Cup-Qualifikationsrunde mit 0:6 brutal unter die Räder gerieten. Kleine Randnotiz: Einem gewissen, blutjungen Robert Lewandowski (37) gelang ein Doppelpack. Das torlose 0:0 im Rückspiel war nur noch Makulatur – GC schied sang- und klanglos aus.

Veroljub Salatic (r.) musste mit GC gegen Lech Posen eine herbe Pleite einstecken.
Foto: AP

FC Basel – FC Barcelona 0:5 (22.10.2008)

So schmerzhaft das Ergebnis auf der Anzeigetafel auch war: Eine Blamage war diese Pleite nicht. Die Basler liefen im heimischen Joggeli schlichtweg in eine Naturgewalt. Gegen Barcelonas Über-Team um Xavi (46), Thierry Henry (49) und einen damals 21-jährigen Lionel Messi (39) war kein Kraut gewachsen. Fünf Gegentore tun immer weh, doch gegen den späteren Champions-League-Sieger war das schlicht Anschauungsunterricht auf Weltklasse-Niveau.

Auch vier Basler können Lionel Messi (M.) nicht stoppen – insgesamt verlieren die Bebbi mit 0:5 gegen Barcelona.
Foto: KATHARINA BETTELS

Olympique Marseille – FC Zürich 6:1 (03.11.2009)

Kannst du dich noch an die Champions-League-Saison 2009/2010 des FC Zürich erinnern? Real Madrid, AC Milan, Olympique Marseille: In dieser Mördergruppe war für den FCZ Klatschen-Gefahr vorprogrammiert. Doch die höchste Pleite setzte es nicht gegen die Königlichen oder die Rossoneri ab, sondern gegen die Franzosen, die den FCZ mit 6:1 bodigten. Und trotzdem behalten die FCZ-Fans diese Kampagne in bester Erinnerung: Unvergessen bleibt der magische 1:0-Sieg im San Siro, als Hannu Tihinen (50) Milan per Hacke ins Mark traf.

Die FCZ-Stars in der Halbzeit bei der Klatsche gegen Marseille – zu diesem Zeitpunkt lag man erst mit 1:2 zurück.
Foto: Keystone

Bayern München – FC Basel 7:0 (13.03.2012)

Sieben Gegentore als Schweizer Meister? Was Thun passierte, erlebte 2012 auch der FCB. Doch die Hürde hiess damals nicht Lech Posen, sondern FC Bayern. Im Champions-League-Achtelfinal wurden die Bebbi in der Allianz Arena mit 0:7 komplett zerlegt. Besonders bitter: Nach dem sensationellen 1:0-Sieg im Hinspiel träumten die Basler vom Wunder – ehe die Bayern-Express-Maschine gnadenlos über sie hinwegrollte.

Der FCB kommt mit Marco Streller (l.) und Alex Frei (r.) gegen die Bayern unter die Räder.
Foto: freshfocus

Valencia – FC St. Gallen 5:1 (24.10.2013)

In der Europa-League-Gruppenphase fertigte Valencia den FC St. Gallen sprichwörtlich ab und schickte ihn mit einer 1:5-Packung zurück in die Ostschweiz. Für den FCSG war dann nach der Gruppenphase auch Endstation – sechs Punkte waren drei zu wenig, um als Gruppenzweiter weiterzukommen. Valencia hingegen erwies sich in jener Europa-League-Saison als echtes Schweizer Schreckgespenst. Dies bekamen wenige Monate später auch die Bebbi zu spüren ...

Valencia schenkt dem FCSG fünf Buden ein.
Foto: Keystone

Valencia – Basel 5:0 (10.04.2014)

Diese Pleite brennt vielen FCB-Fans bis heute in der Seele. Denn damals war es ein FC Basel, das auch europäisch begeisterte. So auch im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League, als man Valencia mit 3:0 bodigte und mit einem Bein und neun Zehen im Halbfinal stand. Doch beim Rückspiel in Spanien wendete sich das Blatt dramatisch. Valencia rettete sich mit einem 3:0 in die Verlängerung, in der für Rot-Blau alles zusammenbrach. Erst flogen Marcelo Diaz (39) und Gaston Sauro (36) vom Platz, dann kassierten die Basler in Unterzahl zwei weitere Treffer und schieden mit einem Gesamtskore von 3:5 aus.

Die 0:5-Pleite gegen Valencia brennt vielen FCB-Fans bis heute in der Seele.
Foto: imago/Action Plus

Borussia Mönchengladbach – YB 6:1 (24.08.2016)

Auch die Young Boys bleiben in dieser Liste nicht verschont. In den Champions-League-Playoffs 2016 erwies sich Gladbach als eine Nummer zu gross. Nach der 1:3-Pleite im Wankdorf gerieten die Berner im Rückspiel in Deutschland völlig unter die Räder und wurden mit 1:6 deklassiert. Mit einem brutalen Gesamtskore von 2:9 schickte die Fohlenelf YB in die Europa League.

Thorgan Hazard bezwingt YB-Goalie Yvon Mvogo – es war eines von sechs Gladbach-Toren an diesem Abend.
Foto: Keystone

FC Barcelona – YB 5:0 (01.10.2024)

Jetzt kommen wir immer näher an die Gegenwart. In der damals neu eingeführten Ligaphase der Champions League hatte YB in Katalonien dem grossen FC Barcelona nichts entgegenzusetzen und verlor chancenlos mit 0:5. Doch damit nicht genug ...

Gegen Barcelona gab es für YB nichts zu holen.
Foto: Anadolu via Getty Images

YB – Atalanta Bergamo 1:6 (26.11.2024)

Keine zwei Monate später erlitt man die nächste Demütigung – diesmal zu Hause in Bern. Gegen Atalanta verlor YB deutlich mit 1:6. Das Sinnbild einer völlig verkorksten Champions-League-Kampagne, die YB mit null Punkten aus acht Spielen und einer desolaten Tordifferenz von -21 beendete.

YB-Keeper David von Ballmoos am Boden – Atalantas Mateo Retegui jubelt.
Foto: TOTO MARTI
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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
3
9
9
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
3
8
7
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
3
2
7
4
FC Sion
FC Sion
3
2
6
5
FC Basel
FC Basel
3
2
6
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
3
1
5
7
Servette FC
Servette FC
3
-1
3
8
FC Zürich
FC Zürich
3
-5
3
9
FC Thun
FC Thun
3
-6
3
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
3
-4
1
11
FC Luzern
FC Luzern
3
-5
1
12
FC Vaduz
FC Vaduz
3
-3
0
Meisterschaftsrunde
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