Was für eine Abreibung in Polen! Der FC Thun wird von Lech Posen nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und geht im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation mit 0:7 komplett unter. Eine historische Klatsche für den Schweizer Meister. Doch das Thuner Debakel ist nicht die einzige Kanterniederlage von Super-League-Vertretern auf europäischer Bühne: Blick zeigt dir die schlimmsten Klatschen von Schweizer Klubs seit der Einführung der Super League 2003/2004.
Lech Posen – GC 6:0 (14.08.2008)
Lech Posen und die Schweizer Klubs – da war doch schon mal was. Schon vor gut 18 Jahren erwischte es einen Schweizer knüppeldick: Damals waren es die Hoppers, die im Hinspiel der zweiten Uefa-Cup-Qualifikationsrunde mit 0:6 brutal unter die Räder gerieten. Kleine Randnotiz: Einem gewissen, blutjungen Robert Lewandowski (37) gelang ein Doppelpack. Das torlose 0:0 im Rückspiel war nur noch Makulatur – GC schied sang- und klanglos aus.
FC Basel – FC Barcelona 0:5 (22.10.2008)
So schmerzhaft das Ergebnis auf der Anzeigetafel auch war: Eine Blamage war diese Pleite nicht. Die Basler liefen im heimischen Joggeli schlichtweg in eine Naturgewalt. Gegen Barcelonas Über-Team um Xavi (46), Thierry Henry (49) und einen damals 21-jährigen Lionel Messi (39) war kein Kraut gewachsen. Fünf Gegentore tun immer weh, doch gegen den späteren Champions-League-Sieger war das schlicht Anschauungsunterricht auf Weltklasse-Niveau.
Olympique Marseille – FC Zürich 6:1 (03.11.2009)
Kannst du dich noch an die Champions-League-Saison 2009/2010 des FC Zürich erinnern? Real Madrid, AC Milan, Olympique Marseille: In dieser Mördergruppe war für den FCZ Klatschen-Gefahr vorprogrammiert. Doch die höchste Pleite setzte es nicht gegen die Königlichen oder die Rossoneri ab, sondern gegen die Franzosen, die den FCZ mit 6:1 bodigten. Und trotzdem behalten die FCZ-Fans diese Kampagne in bester Erinnerung: Unvergessen bleibt der magische 1:0-Sieg im San Siro, als Hannu Tihinen (50) Milan per Hacke ins Mark traf.
Bayern München – FC Basel 7:0 (13.03.2012)
Sieben Gegentore als Schweizer Meister? Was Thun passierte, erlebte 2012 auch der FCB. Doch die Hürde hiess damals nicht Lech Posen, sondern FC Bayern. Im Champions-League-Achtelfinal wurden die Bebbi in der Allianz Arena mit 0:7 komplett zerlegt. Besonders bitter: Nach dem sensationellen 1:0-Sieg im Hinspiel träumten die Basler vom Wunder – ehe die Bayern-Express-Maschine gnadenlos über sie hinwegrollte.
Valencia – FC St. Gallen 5:1 (24.10.2013)
In der Europa-League-Gruppenphase fertigte Valencia den FC St. Gallen sprichwörtlich ab und schickte ihn mit einer 1:5-Packung zurück in die Ostschweiz. Für den FCSG war dann nach der Gruppenphase auch Endstation – sechs Punkte waren drei zu wenig, um als Gruppenzweiter weiterzukommen. Valencia hingegen erwies sich in jener Europa-League-Saison als echtes Schweizer Schreckgespenst. Dies bekamen wenige Monate später auch die Bebbi zu spüren ...
Valencia – Basel 5:0 (10.04.2014)
Diese Pleite brennt vielen FCB-Fans bis heute in der Seele. Denn damals war es ein FC Basel, das auch europäisch begeisterte. So auch im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League, als man Valencia mit 3:0 bodigte und mit einem Bein und neun Zehen im Halbfinal stand. Doch beim Rückspiel in Spanien wendete sich das Blatt dramatisch. Valencia rettete sich mit einem 3:0 in die Verlängerung, in der für Rot-Blau alles zusammenbrach. Erst flogen Marcelo Diaz (39) und Gaston Sauro (36) vom Platz, dann kassierten die Basler in Unterzahl zwei weitere Treffer und schieden mit einem Gesamtskore von 3:5 aus.
Borussia Mönchengladbach – YB 6:1 (24.08.2016)
Auch die Young Boys bleiben in dieser Liste nicht verschont. In den Champions-League-Playoffs 2016 erwies sich Gladbach als eine Nummer zu gross. Nach der 1:3-Pleite im Wankdorf gerieten die Berner im Rückspiel in Deutschland völlig unter die Räder und wurden mit 1:6 deklassiert. Mit einem brutalen Gesamtskore von 2:9 schickte die Fohlenelf YB in die Europa League.
FC Barcelona – YB 5:0 (01.10.2024)
Jetzt kommen wir immer näher an die Gegenwart. In der damals neu eingeführten Ligaphase der Champions League hatte YB in Katalonien dem grossen FC Barcelona nichts entgegenzusetzen und verlor chancenlos mit 0:5. Doch damit nicht genug ...
YB – Atalanta Bergamo 1:6 (26.11.2024)
Keine zwei Monate später erlitt man die nächste Demütigung – diesmal zu Hause in Bern. Gegen Atalanta verlor YB deutlich mit 1:6. Das Sinnbild einer völlig verkorksten Champions-League-Kampagne, die YB mit null Punkten aus acht Spielen und einer desolaten Tordifferenz von -21 beendete.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |


















