Ist Winterthur Super League tauglich, Uli Forte?
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Noch sieglos in dieser Saison:Ist Winterthur Super League tauglich, Uli Forte?

Nach dem 1:3 gegen den FCZ
Uli Forte, hat dieser FC Winterthur Super-League-Niveau?

Fünf Spiele, kein Sieg, vorn schwachbrüstig und hinten lottrig: Der FC Winterthur wirkt wieder einmal wie der designierte Absteiger.
Publiziert: 08:06 Uhr
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Aktualisiert: 09:14 Uhr
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Winterthurer Fans haben Trainer Uli Forte nach der Rettung vor dem Abstieg in der letzten Saison flugs zur Ikone gemacht.
Foto: zVg

Darum gehts

  • FC Winterthur kämpft um Ligaerhalt, Defizite in Offensive und Defensive sichtbar
  • Trainer Uli Forte glaubt an Super-League-Niveau trotz Schwächen im Team
  • Neuzugang Marvin Martins noch nicht fit, Christian Gomis von Schalke 04 umworben
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Florian RazReporter Fussball

Es gibt da diesen Kleber, gemacht von leicht blasphemisch veranlagten Fans des FC Winterthur: Uli Forte (51), dargestellt als Maria, samt Heiligenschein aus Gold und mit segnenden Händen. Der FCW-Trainer als Ikone.

Womit vermutlich tatsächlich ausgesagt werden soll, Forte und die Winterthurer seien letzte Saison zum Ligaerhalt gekommen wie die Jungfrau zum Kinde: durch ein Wunder.

Weniger stabil als ein Turm aus Bauklötzli

Nichts Geringeres scheint es auch in dieser Spielzeit zu brauchen, wollen die Winterthurer die Klasse halten. Auch wenn erst fünf Runden gespielt sind in der Super League: Die Defizite dieser Mannschaft sind bei jedem Auftritt zu sehen.

Vorn fehlt spätestens seit dem Abgang von Matteo Di Giusto nach Luzern ein Spieler, der wenigstens ab und an die richtige Entscheidung trifft. Und hinten ist Winterthur weniger stabil als ein Bauklötzliturm auf der Kinderparty.

Darum muss schon nach dem 1:3 gegen den FC Zürich die Frage gestellt werden: Uli Forte, hat dieser FC Winterthur Super-League-Niveau? «Ja, absolut!», ist sich der Trainer sicher, «wir hatten das Spiel heute 70 Minuten lang im Griff.» Aber dann muss er auch zugeben: «Trotzdem kassieren wir das erste Gegentor genau dann, als wir Druck aufgebaut haben. Das darf uns nicht passieren.»

Der Sommerzugang, der noch nie gespielt hat

Es wird den Winterthurern aber aller Voraussicht nach trotzdem noch ein paarmal passieren, weil sie hinten zu viele Fehler begehen oder in den Laufduellen schlicht zu langsam sind. Da hilft es auch nicht, wenn jener Mann, der den verletzten Innenverteidiger Loïc Lüthi ersetzen soll, bislang keine Sekunde gespielt hat.

Marvin Martins (30) ist zwar schon seit zwei Wochen in Winterthur. Aber gegen den FCZ ist der luxemburgische Nationalspieler noch nicht einmal auf der Ersatzbank. Der Grund für sein Fehlen: Martins ist gemäss Trainer Forte noch nicht fit genug. Gut also, dass jetzt Nationalmannschaftspause ist. Vielleicht ist Martins danach bereit für seinen ersten Einsatz mit seinem neuen Team.

Möglich aber auch, dass sich für Forte bis dahin eine andere Baustelle aufgetan hat: Christian Gomis (25) wird von Schalke 04 umworben. Bis Montag kann der Angreifer noch wechseln. «Ich hoffe nicht, dass er geht», sagt Uli Forte.

Verständlich. Ein Winterthurer Angriff, der nach Di Giusto auch noch Gomis verliert? Das klingt nach einem Problem, das selbst Klub-Ikonen nicht von einem Tag auf den anderen lösen können.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
5
7
13
2
5
9
12
3
5
2
9
4
5
1
8
4
5
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8
6
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7
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3
9
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3
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2
12
5
-8
2
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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