Ob Zufall oder nicht: Genau zur selben Zeit, als die Swiss Football League in Bern tagt und mit Philipp Studhalter ihren neuen Präsidenten wählt, tagt im Tessin die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD).
Und diese Vereinigung kommt zu einer Entscheidung, die zum grossen Knall für die Swiss Football League wird: Die KKJPD beschliesst für Fussballspiele die Einführung von personalisierten Tickets. Ab der Saison 2022/23 soll der Eintritt in ein Super-League-Stadion nur noch mit der Kombination ID und Matchticket möglich sein.
Gegen den Willen der Klubs
«Wir wollen wissen, wer im Stadion ist», sagt der Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker auf den «CH Media»-Kanälen.
Die KKJPD fordert mit dem offenbar einstimmigen Entscheid die Bewilligungsbehörden der Städte und Kantone auf, die personalisierten Tickets zur Auflage zu machen. Der Antrag muss formal am 10. Dezember noch von der Arbeitsgruppe Bewilligungsbehörden abgesegnet werden. Aber Widerstand ist keiner zu erwarten.
Die Justiz- und Polizeidirektoren setzen sich damit über den Willen der Super-League-Klubs hinweg. Diese hatten nach dem jüngsten Pyro-Skandal im Letzigrund weiterhin betont, dass die ID-Pflicht keine Hilfe bei der Ermittlung von Chaoten sei.
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