Darum gehts
- FCB verliert 1:3 gegen St. Gallen im Joggeli, vierte Heimniederlage
- Interimstrainer Nocentini: «Keine Ausreden mehr», Zukunft des Trainers offen
- Basel nur zwei Torschüsse in 90 Minuten, dreiwöchige Länderspielpause steht bevor
In seinem wohl vorerst letzten öffentlichen Auftritt nimmt Luigi Nocentini (37) kein Blatt mehr vor den Mund. «Das ist einfach nicht genug, was wir gerade machen. Wir arbeiten unter der Woche und versuchen alles, aber wir können nicht weiterhin so Heimspiele verlieren.», so der FCB-Interimstrainer nach der 1:3-Pleite im Joggeli gegen den FC St. Gallen. Es ist bereits die vierte in dieser Saison, kein anderes Team hat zu Hause so häufig verloren.
Nach einer bescheidenen ersten Halbzeit ist das Pausenresultat aus Basler Sicht noch das Beste. Aus der mit Abstand besten FCB-Offensivaktion resultiert kurz vor der Pause ein Penalty, den Celar zum 1:1-Ausgleich verwandelt. Doch nach der Pause kommt von den Baslern überhaupt nichts mehr, während sich die St. Galler mit zwei Toren für einen couragierten Auftritt belohnen, kommt der FCB in 90 Minuten neben dem Penaltytreffer nur auf einen weiteren Schuss aufs Tor.
«Haben keine Ausreden mehr»
«Es hat der Wille gefehlt, noch einmal ins Spiel zurückzukommen», findet Goalie Mirko Salvi (32). Das einzig Positive nach der dritten Basler Pleite aus den letzten vier Spielen: Die dreiwöchige Länderspielpause bietet die Möglichkeit für einen Neustart. «Wir haben jetzt die Möglichkeit, in Ruhe gewisse Sachen anzuschauen. Auch für den Kopf kann das ganz gut sein», glaubt Salvi.
Noch ist aber weiter offen, mit welchem Trainer es für den FCB am 11. Oktober in Vaduz weitergeht. Ursprünglich war geplant gewesen, dass die Mannschaft noch drei Tage trainiert, bevor es nach ein paar Ferientagen mit dem neuen Trainer weitergeht. Laut Nocentini könnte sich das aber noch kurzfristig ändern. «Um ehrlich zu sein, haben wir diesen Plan vor zwei, drei Wochen gemacht. Ich denke, der Klub wird uns morgen sagen, wie es genau weitergeht», so der Italiener.
Über seine persönliche Zukunft möchte sich Nocentini aber nicht zu viele Gedanken machen. «Unser dringendstes Problem ist nicht, wer der neue Trainer wird, sondern dass wir keine Ausreden mehr haben.» Wer das Spiel gegen St. Gallen gesehen hat, kann dem abtretenden Interimscoach nur recht geben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |
