Journalist über Sion-Star
«Balotelli ist ein grosses Mysterium»

Stéphane Fournier ist der einzige Journalist, der seit der Ankunft von Mario Balotelli in der Schweiz ein Interview mit dem Exzentriker führen konnte. Doch auch für ihn bleibt Balo ein Mysterium.
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Mario Balotelli im Sion-Training. Dort offenbar kein Ärgernis, sondern ein grosser Teamplayer.
Foto: freshfocus
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Alain KunzReporter Fussball

«Zu viele Anfragen». «Krank». «Keine Zeit». «Hat frei». «Ist verletzt». «Ist noch zu früh». Die Gründe für eine Absage von Dutzenden Interviewanfragen für Mario Balotelli durch die Pressestelle des FC Sion sind mannigfaltig. Nur einer hatte Glück: Stéphane Fournier vom Walliser «Nouvelliste». Dazu ist er eigens ins Camp des FC Sion im Januar nach Estepona bei Marbella gereist.

Nach den Spielen schweigt Balotelli

Ob das derjenige sei, der oft am Training sei, habe Balotelli seine Pressejungs gefragt, erinnert sich Fournier, der den FC Sion seit Menschengedenken betreut. Und weiter: «Als die Antwort ‹Ja› war, sagte er zu.» Das Interview mit dem Superstar sei dann so gewesen wie jedes andere mit einem Fussballer. «Erst war zurückhaltend. Dann recht schnell relaxed.»

Sonst aber ist Balo auch für Fournier ein Phantom, das nach den Heimspielen immer gleich verreist, anstatt mal mit den Fans zu sprechen, wie das die anderen Spieler tun. «Das allerdings war bei Gennaro Gattuso genau gleich», sagt Fournier mit Bezug auf die italienische Rasenlegende. Eins-zu-eins-Interviews mit solchen Fussballern gebe es kaum je. «Ich kenne den italienischen Fussball sehr gut», sagt Fournier. «In der ‹Gazzetta dello Sport› finde ich keine solchen Interviews mehr. Auch in England. So ist das heute.»

«Ein Teamspieler, nicht durchgeknallt»

Im Training aber, so Fournier, gebe sich Balotelli voll ein. «Da ist er Teamspieler. Er macht seine Witze, klar. Aber er scheint mir nicht der durchgeknallte Typ zu sein, der in der Garderobe Feuerwerk ablässt.» Er sei jedenfalls voll integriert in den Betrieb und ein netter Mensch. Aber eben: Balos Leistungen im Jahr 2023 seien dennoch völlig ungenügend. Deshalb müsse selbst er bilanzieren: Auch für ihn sei Balotelli ein Mysterium.

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