Darum gehts
- FCB trennt sich nach sieben Monaten von Trainer Stephan Lichtsteiner
- Nur ein Punkt aus drei Spielen gegen YB, Sion, Lugano
- Shaqiri könnte unter Interimscoach Nocentini wieder eine grössere Rolle spielen
Die News der Woche
Am Mittwoch kam es zum grossen Knall. Der FCB stellte Trainer Stephan Lichtsteiner (42) nach nur gut sieben Monaten frei, nachdem sich dieser am Vormittag in der Kabine vor die Mannschaft gestellt und verkündet haben soll, dass seine Zeit spätestens zum Start der Länderspielpause zu Ende sei. Überraschend kam die Entlassung nicht. Blick hatte schon drei Wochen zuvor publik gemacht, dass die Tage Lichtsteiners bald gezählt sein dürften. Zudem stimmten zuletzt auch die Resultate nicht mehr, holte der FCB aus der englischen Woche in den drei Duellen gegen die Top-Teams YB, Sion und Lugano nur einen Punkt.
Die grosse Frage
Was für einen Effekt hat die Lichtsteiner-Entlassung? Und was passiert nun mit Xherdan Shaqiri? Es ist kein Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen Lichtsteiner und seinem Captain kompliziert war. Dieser fand sich fast ausschliesslich in der Joker-Rolle wieder. Nun stellt sich die Frage, ob Shaq unter Interimscoach Nocentini wieder eine Hauptrolle zugedacht ist.
Gesagt ist gesagt
In Basel herrscht seit der Entlassung von Lichtsteiner Silenzio stampa. Ausser ein paar Zitaten von David Degen in einer Medienmitteilung äusserte sich von den FCB-Verantwortlichen niemand. Und auch Interimscoach Luigi Nocentini will sich vor seinem Debüt nicht an einer Medienkonferenz äussern, lässt aber via Medienabteilung verlauten: «Wir möchten die vergangenen Wochen hinter uns lassen und zuversichtlich nach vorne schauen.» Die Heimniederlagen gegen Sion und Lugano seien nach den zuvor positiveren Auftritten herbe Rückschläge gewesen. «Unsere Leistungen waren in diesen beiden Spielen schlicht nicht genügend und entsprachen nicht dem Anspruch, den wir an uns selbst haben – insbesondere vor unserem Heimpublikum.»
Die Blick-Prognose
Es wäre ein Wunder, wenn Interimstrainer Nocentini innerhalb von vier Tagen das schaffen würde, was Lichtsteiner innerhalb von fast drei Monaten und seit dem Trainingsauftakt Mitte Juni nicht geschafft hat: aus einer Gruppe talentierter Einzelspieler eine eingespielte Einheit zu formen. Auch wenn sich der Trainerwechsel positiv auswirken dürfte, muss der FCB froh sein, wenn er bei den formstarken Luzernern nicht als Verlierer vom Platz geht.
Mögliche Aufstellung
Salvi; Tsunemoto, Daniliuc, Victory, Cissé; Metinho, Malachowski; Sow, Shaqiri, Otele; Celar.
Wer fehlt?
Bacanin, Hoch, Kaio Eduardo, Louis, Omlin (alle verletzt).
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach 7 Runden:
- Sow 4,43
- Victory 4,0
- Daniliuc 4,0
Der Schiedsrichter
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist der Schiedsrichter noch nicht angesetzt.
Der Gegner
Der FC Luzern hat ein neues Traumduo gefunden. Andrejs Ciganiks und Daniel Mikolajewski zaubern derzeit. Dazu könnte es von Zauberfuss Matteo Di Giusto bald Babynews geben – hier kommt das FCL-Inside.
Runde
Sa., St. Gallen – Sion, 18.00 Uhr
Sa., Thun – GC, 18.00 Uhr
Sa., Lugano – YB, 19.00 Uhr
So., FCZ – Vaduz 14.00 Uhr
So., Lausanne – Servette 16.30 Uhr
So., Luzern – FCB 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 6 | 13 | 18 | |
2 | BSC Young Boys | 7 | 12 | 15 | |
3 | FC Sion | 6 | 3 | 12 | |
4 | FC St. Gallen | 6 | 1 | 10 | |
5 | FC Basel | 7 | 0 | 10 | |
6 | FC Luzern | 7 | -3 | 9 | |
7 | FC Thun | 6 | -6 | 7 | |
8 | FC Zürich | 7 | -7 | 7 | |
9 | FC Vaduz | 7 | -1 | 6 | |
10 | FC Lausanne-Sport | 7 | -3 | 6 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 6 | -5 | 5 | |
12 | Servette FC | 6 | -4 | 4 |

