Trennung war noch nicht geplant
Das ist der wahre Grund hinter der Lichtsteiner-Entlassung beim FCB

Eigentlich hätte Stephan Lichtsteiner am Mittwoch beim FCB nicht entlassen werden sollen. Am Ende wird ihm seine ungeschickte Kommunikation zum Verhängnis.
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Abgang mit Ansage: Stephan Lichtsteiner muss Basel verlassen.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stephan Lichtsteiner wurde am Mittwoch überraschend als FCB-Trainer entlassen
  • Lichtsteiner kündigte selbst seinen Rücktritt vor der Mannschaft an
  • Nur 1 Punkt aus 3 Spielen: FCB suchte bereits neuen Trainer
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Tobias WedermannFussballchef

Eigentlich hat es sich seit Wochen abgezeichnet, doch das Ende von Stephan Lichtsteiner kam am Mittwoch dann doch für alle überraschend. Und auch das Aus des FCB-Trainers ist auf eine ungeschickte Kommunikation zurückzuführen, die den 42-Jährigen seit Beginn seiner Amtszeit stets begleitet. Laut Blick-Informationen soll sich Lichtsteiner am Vormittag in der Kabine vor die Mannschaft gestellt und verkündet haben, dass seine Zeit spätestens zum Start der Länderspielpause zu Ende sei. Aus Mannschaftskreisen ist zu hören, dass diverse Spieler, die dem Trainer zuletzt öffentlich die Unterstützung ausgesprochen haben, überrascht gewesen seien über die Ankündigung Lichtsteiners. Klubintern hat sich die Botschaft des Trainers wie ein Lauffeuer verbreitet.

Mit seinem erneuten kommunikativen Alleingang hat sich der frühere Nati-Captain einen Steilpass zur eigenen Entlassung gegeben, wie zu seinen besten Zeiten als Rechtsverteidiger. In der Sportkommission der Basler hat man die Ansage gegenüber der Mannschaft erneut irritiert zur Kenntnis genommen und noch am gleichen Tag mit der Freistellung auf die Äusserung des Trainers reagiert.

Stocker stärkte Lichtsteiner den Rücken

Denn geplant war die Trennung am Mittwoch derweil nicht. Hinter den Kulissen soll man sich auch nach der schwachen Leistung gegen Lugano und nur einem Punkt aus der englischen Woche immer noch nicht komplett einig gewesen sein, ob und zu welchem Zeitpunkt Lichtsteiner entlassen werden soll. Zuletzt stellte sich Valentin Stocker, sportlicher Leiter, am Sonntag gar schützend vor den Trainer: «Die Trainerfrage möchte ich jetzt nicht gross kommentieren. Für mich steht es nicht zur Debatte im Moment.» Am Dienstag spielten Stocker und Lichtsteiner noch gemeinsam beim Novartis-Fussballturnier. Einen Tag später ist das Zitat Stockers komplett überholt.

Lichtsteiner hat seinen Chefs die Entscheidung abgenommen, die ohnehin in naher Zukunft gefallen wäre. Gespräche mit einem Nachfolger sollen bereits laufen, der viel gehandelte Ex-FCL-Coach Mario Frick wird es laut Blick-Informationen nicht. Vielmehr führt die Spur der Trainersuche ins Ausland. Schon vor drei Wochen hat Blick publik gemacht, dass die Stellung Lichtsteiners als FCB-Trainer mehr als nur ins Schwanken geraten ist. Schwächen in der Kommunikation und Aussendarstellung, Defizite im zwischenmenschlichen Bereich und eine Vielzahl von Spielern in der Garderobe, die der 42-Jährige nicht mehr oder gar nie erreicht hat.

Ein knapper Sieg gegen den FC Zürich am 22. August verlängerte die Schonfrist Lichtsteiners. Ein Punkt aus der englischen Woche gegen die Mitkonkurrenten YB, Sion und Lugano verschlechterte die Karten des Trainers weiter. Offensichtlich hat dies Lichtsteiner nun selber auch erahnt.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
6
13
18
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
7
12
15
3
FC Sion
FC Sion
6
3
12
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
6
1
10
5
FC Basel
FC Basel
7
0
10
6
FC Luzern
FC Luzern
7
-3
9
7
FC Thun
FC Thun
6
-6
7
8
FC Zürich
FC Zürich
7
-7
7
9
FC Vaduz
FC Vaduz
7
-1
6
10
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
7
-3
6
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
6
-5
5
12
Servette FC
Servette FC
6
-4
4
Meisterschaftsrunde
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