Henchoz erklärt Zeidler-Entlassung in Lausanne
«Können nicht einfach warten, bis GC patzt»

Lausanne-Sportdirektor Stéphane Henchoz versichert, dass die Entscheidung, sich von Trainer Peter Zeidler zu trennen, unausweichlich war. Es habe keinen Fortschritt gegeben, so der Ex-Nati-Spieler.
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Ist nicht mehr Lausanne-Coach: Peter Zeidler.
Foto: IMAGO/Sports Press Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lausanne trennt sich von Trainer Peter Zeidler nach 0:3-Niederlage in Sion
  • Sportdirektor Henchoz kritisiert fehlenden Fortschritt und mangelnden Einsatz der Mannschaft
  • Neuer Trainer soll junges Kader entwickeln, bisher kein Kontakt aufgenommen
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Tim Guillemin

Stéphane Henchoz (51) versichert, dass Lausanne vor der Trennung von Trainer Peter Zeidler keinen Kontakt zu anderen Trainern gehabt hat. «Die Entscheidung haben wir nicht geplant. Und sie ist für niemanden erfreulich. Aber wir mussten uns nach dem Spiel in Sion die richtigen Fragen stellen», beginnt der Sportdirektor, der auch Verantwortung für das Scheitern des deutschen Trainers in Lausanne übernimmt.

«Natürlich haben wir uns etwas anderes erhofft und daran geglaubt. Wir als Verein haben das Gefühl, Peter Zeidler die Mittel zum Erfolg gegeben zu haben. Aber wir mussten feststellen, dass die Situation kritisch wurde», so Henchoz – noch immer schockiert von der Pleite im Tourbillon (0:3).

«Wir können in Sion verlieren, das akzeptiere ich. Aber die Art und Weise ist das Problem. Die Mannschaft hatte keine Lust. Wir hätten ohne Probleme auch 0:5 oder 0:6 verlieren können. Davor gab es das 0:4 in Luzern. Und dazwischen dieser staubige 2:1-Sieg gegen Winterthur – dank starker Einzelleistungen. Wir mussten reagieren», fährt Henchoz fort. Er ist der Meinung, dass Zeidler in Lausanne genug Zeit hatte, um seine Situation zu verbessern.

Zeidler hatte sich nach dem Sieg gegen Winterthur beschwert und mehr Wertschätzung für seine Arbeit gefordert. Er versicherte, dass er mit Kontinuität eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenstellen könne. Die vielen Wechsel zuvor im Kader hätten ihm die Sache allerdings erschwert.

Henchoz: «Als wir eine Serie von neun Spielen ohne Sieg hatten, haben wir ihn arbeiten lassen. Jetzt haben wir noch fünf Spiele, wir können nicht einfach warten, bis GC patzt, um uns dann zu sagen, dass wir gerettet sind. Wir müssen uns zudem auf die nächste Saison vorbereiten. Wir hatten letzten Sonntag 600 Lausanne-Fans in Sion. Wir können ihnen nicht sagen, dass wir nichts tun. So zu verlieren wie in Luzern und Sion, das ist nicht akzeptabel.»

Der Fortschritt fehlte

Henchoz nimmt die 1:5-Niederlage in Thun zu Beginn des Jahres als perfektes Gegenbeispiel. «Bis zum 1:3 durften wir hoffen, etwas mitzunehmen. Peter wurde nicht kritisiert. Auch zu Beginn der Saison wurde er nicht kritisiert. Es gab die Abgänge von Kaly Sène und Noë Dussenne. Es brauchte Zeit. Europäisch waren wir auf gutem Weg. Aber im neuen Jahr wurde es schlechter. Und die Ausrede der Doppelbelastung fiel weg.»

Das Ausscheiden in der Conference League gegen Sigma Olmütz sei schwer zu verkraften gewesen, ebenso das Ausscheiden im Cup Ende letzten Jahres in Yverdon, gibt Henchoz zu. «Aber auch hier sprechen wir nicht nur vom Resultat. Wenn man einen Fortschritt in den Spielen gesehen hätte, hätte man das akzeptieren können. Aber wir sahen eher einen Rückschritt.»

Nach dem Untergang in Sion hatte Zeidler versichert, dass Lausanne «eine gute Saison» spiele. Henchoz: «Ich respektiere seine Meinung. Es steht ihm frei, sie zu äussern. Aber es ist nicht die gleiche Sicht wie die der Vereinsführung.»

Welches Profil sollte der zukünftige Trainer haben? «Wie gesagt: Wir hatten noch keinen Kontakt mit einem Trainer. Sicher ist, dass der neue Coach mit einem eher jungen Kader arbeiten muss.» Vor allem wünscht sich Henchoz, dass der nächste Trainer ein Talententwickler ist und Akademie-Spieler weiterbringen kann.

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5
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33
16
52
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Mannschaft
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3
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0
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