Hat Petkovic schon angerufen?
FCSG-Königstransfer träumt von der WM-Teilnahme

Carlo Boukhalfa ist der Königstransfer des FC St. Gallen. Warum er arabische Schriftzeichen auf dem Unterarm trägt, weshalb er Kunst studierte und warum er von einem Duell gegen Lionel Messi träumt.
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Carlo Boukhalfa bejubelt seinen Treffer zum 2:1 im Cup-Viertelfinal gegen den FCB.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Es gibt Fussballer, denen wird der Ball in die Wiege gelegt. Und dann gibts solche wie Carlo Boukhalfa (26). «Meine Familie hat nichts mit Fussball am Hut», sagt der Königstransfer des FC St. Gallen. Der Papa war Künstler, designte Lampen, fertigte Skulpturen an und malte. Boukhalfa selbst hat als Jugendlicher drei Jahre am Kunstgymnasium studiert, bevor er mit 21 Jahren für den SC Freiburg im DFB-Pokal debütiert.

Warum er Fussballer und nicht Künstler geworden ist? «Weil die Liebe zum Sport überwogen hat. Ich habe deutlich mehr Zeit auf dem Platz verbracht als mit dem Stift in der Hand», antwortet der Mittelfeldspieler, fügt aber im selben Atemzug an, dass Fussball auch eine Art von Kunst sei. «Deshalb probiere ich, auf dem Feld auch mal den einen oder anderen schönen Trick einzubauen.»

Zidane als Vorbild

Abgeschaut hat er sich die Magie des Spiels bei einem der grössten Spieler der Fussballgeschichte: Zinédine Zidane. «Er war ein Künstler am Ball, und er hat wie ich algerische Wurzeln», sagt Boukhalfa. Weil dessen Opa aus dem nordafrikanischen Land stammt, könnte der Deutsche auch für die Wüstenfüchse spielen.

Die treffen an der WM in der Gruppenphase unter anderem auf Lionel Messi. Lebt die Hoffnung auf eine Teilnahme? «Sag niemals nie. Die WM wäre ein Riesentraum», antwortet Boukhalfa. Wohlwissend, dass es für ein Angebot wohl nicht reichen wird. «Vergangenes Jahr hatte ich Kontakt mit dem algerischen Verband und ein erstes Gespräch, mittlerweile ist das Ganze aber wieder etwas abgeflacht.» Vladimir Petkovic, der «Les Fennecs» seit zwei Jahren betreut, habe jedenfalls noch nicht angerufen, so Boukhalfa.

Drum gilt sein voller Fokus dem FCSG, wo er innert kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Spieler geworden ist. Weil Boukhalfa im Viertelfinal gegen den FCB in der Nachspielzeit trifft, lebt der Traum vom zweiten Cupsieg der Vereinsgeschichte, dem ersten seit 1969.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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