Darum gehts
- Thun besiegt YB 2:1 in Bern, bleibt Meisterschaftsfavorit
- Seit 2017 erstmals wieder Sieg in Wankdorf für Thun
- Thun braucht noch 5 Siege in 9 Spielen für den Titel
Mitten im Meisterlauf beseitigt der FC Thun auch die Wankdorf-Dürre. Die letzten sechs Spiele in Bern haben die Oberländer alle verloren. Ausnahme war das 4:0 im August 2017 – aber das war vor fast neun Jahren. Davor gabs nochmals fünf Niederlagen in Serie. Jetzt holt Thun auswärts gegen YB den 2:1-Sieg.
Die Meisterrechnung des verblüffenden Aufsteigers wird dabei immer klarer. Gewinnt Thun aus den restlichen neun Spielen noch fünf, kann die Konkurrenz machen, was sie will. Der Titel geht dann in jedem Fall nach Thun, auch wenn St. Gallen noch alle Spiele gewinnen würde.
Titel schon anfangs April in der Tasche?
Sobald St. Gallen (oder theoretisch weitere Verfolger) beginnen, Punkte abzugeben, reichen Leader Thun natürlich weniger Siege. Dann kann der Titel plötzlich ganz schnell zum Greifen nah sein.
Der frühestmögliche Zeitpunkt? In Runde 32 könnte es theoretisch so weit sein. Also am 4. oder 5. April – in weniger als einem Monat. Bleibt St. Gallen in der aktuellen Form (9 Liga-Spiele in Folge ohne Niederlage), wirds etwas länger dauern. Gleichzeitig wechseln sich bei den Ostschweizern derzeit mit beeindruckender Konstanz Siege und Unentschieden miteinander ab (viermal in Folge). Grün-weisse Siegesserien gab es in diesem Jahr noch gar keine.
Kurzzeitige Zweifel einfach so weggewischt
Beobachtet man im Wankdorf die erste Derby-Halbzeit zwischen YB und Thun, kommt man kurzzeitig trotzdem leicht ins Grübeln. St. Gallen hat im früheren Sonntagsspiel den FCB 3:0 zerzaust – und YB dominiert Thun, geht mit dem 1:0 in die Pause.
Thun droht zu diesem Zeitpunkt eine Ohrfeige von YB und ein geschmolzener Vorsprung auf St. Gallen auf 11 Punkte. Nach der Runde am nächsten Wochenende könnten es dann theoretisch nur noch 8 Punkte Vorsprung sein. Würde die Thuner dann in den Siegesdruck geraten, um die grosse Sensation nicht doch noch zu verspielen?
Der Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit im Wankdorf unterbricht solche Gedankenspiele. Fünf Minuten später hat Thun das Spiel ausgeglichen. Und spätestens nach dem 2:1 in der 80. Minute ist klar: Thun hat alle möglichen Zweifel weggeputzt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |

