Grundloser Gummischrot-Einsatz?
YB-Fankurve kritisiert Zürcher Polizei

Die Ostkurve Bern kritisiert in einer Stellungnahme die Zürcher Polizei wegen ihres Verhaltens am 30. September vor dem Match zwischen GC und YB. Die Polizei schiesst zurück.
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Die Fans der Ostkurve Bern kritisieren die Zürcher Polizei für ihr Vorgehen am 30. September vor dem Match zwischen GC und YB.
Foto: TOTO MARTI

Schwere Vorwürfe der Ostkurve Bern an die Zürcher Polizei: In einer Stellungnahme kritisieren die Fans das Polizeivorgehen vom 30. September vor der Partie zwischen GC und YB. Dazu prangern sie in erster Linie das kurzfristige Verbot des Fanmarsches an, die mangelhafte Kommunikation vor Ort sowie das Verschweigen der Gründe für die beschlossenen Massnahmen. Ebenfalls werfen sie der Polizei vor, ohne jeglichen Grund Gummischrot, Pfefferspray und Tränengas eingesetzt zu haben. 

Die Zürcher Stadtpolizei weist diese Vorwürfe zurück. Demnach wären die Entscheidung und die Gründe für das Marschverbot frühzeitig vor der Ankunft des Extrazuges in Zürich-Altstetten kommuniziert worden. «Die Bedingungen für einen Marsch sind in Zürich seit Jahren unverändert», sagt Mediensprecher Pascal Siegenthaler. 

Polizei mit Bierdosen beworfen

Beim Bahnhof Altstetten angekommen, habe es erst keine Probleme gegeben. Die Fans seien planmässig zu den Extrabussen gelaufen. «Plötzlich stoppte der Marsch und eine grössere Gruppierung wollte die Polizeisperre zur Hohlstrasse durchbrechen», sagt Siegenthaler weiter. Flaschen und Bierdosen flogen auf die Polizeifahrzeuge. An drei Fahrzeugen entstand Sachschaden. 

Um die Gruppe zu beruhigen und zurückzudrängen, habe die Polizei darauf Gummischrot und Tränengas eingesetzt. «Der Marsch nahm nun die geplante Route zu den Extrabussen», sagt Siegenthalter.

Einen weiteren Einsatz von Gummischrot habe es erst bei der Rückkehr gegeben, weil Fans die Polizei mit Gegenständen bewarfen. (men)


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