Darum gehts
«Oh weia» wird sich Mattia Croci-Torti (42) am Sonntag gedacht haben, als Kevin Behrens (34) in Basel verletzt ausgewechselt werden musste. Es sah so aus, als ob er lange auf den Leistungsträger wegen einer Muskelverletzung verzichten muss. Unter der Woche gab es immerhin etwas Entwarnung: Der deutsche Stürmer ist nur angeschlagen und wird schon bald wieder mittun können. Ein Einsatz gegen Lausanne kommt aber wohl zu früh.
Für einen Lugano-Spieler dürfte Behrens Ausfall trotzdem gerade recht kommen: Georgios Koutsias (22). Schliesslich musste der Grieche in den letzten Wochen ziemlich unten durch – auch wegen des Deutschen. Alles hat in jenem Testspiel im Trainingslager angefangen, als Koutsias ausgerechnet von Behrens völlig sinnlos zu Boden gerissen und beleidigt wurde.
Turbulenter Winter für den Griechen
Trotz Entschuldigung des Deutschen, der eine Busse aufgebrummt erhielt, scheinen die Wogen zwischen den beiden Spielern noch nicht geglättet. Das hat das Winterthur-Spiel Ende Januar gezeigt: Behrens lief bei seiner Auswechslung absichtlich einige Meter neben Koutsias raus und verweigerte ihm den Handschlag.
Seither häuften sich die Gerüchte um einen möglichen Abgang von Koutsias. Rapid Wien und Cracovia buhlten um den griechischen Stürmer. Doch beide Klubs konnten die geforderte Ablösesumme von Lugano-Sportchef Sebastian Pelzer (45) nicht stemmen. Aus diesem Grund ist Koutsias im Tessin geblieben.
Der Vorfall mit Behrens war allerdings nicht der einzige Grund, weshalb sich Koutsias im Winter einen Wechsel vorstellen konnte. Schliesslich kam er in den letzten Monaten nur zu wenig Spielzeit. Und wenn er spielte, dann meist auf dem Flügel, weil Behrens als Mittelstürmer gesetzt war und die nötigen Argumente für sich in Form von Skorerpunkte lieferte.
Spezielle Widmung für Tor in Basel
Durch die Verletzung des Deutschen wittert Koutsias nun Morgenluft. Jetzt hat er die grosse Chance, sein ganzes Potenzial zu zeigen. Gegen Basel hat er Behrens mit seinem erzielten Ausgleichstreffer – den er den sieben Paok-Fans widmete, die bei einem Autounfall ums Leben kamen – schon bestens ersetzt.
Gegen Lausanne am Wochenende muss Koutsias nachlegen. Nur so wird er seinen Trainer Croci-Torti vor die Qual der Wahl stellen können, wenn Behrens von seiner Muskelverletzung zurück ist. Ansonsten rückt er schneller wieder ins zweite Glied, als ihm recht ist.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 25 | 19 | 46 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 25 | -7 | 27 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |
