George W. Bush war da noch US-Präsident
7500 Tage! St. Gallen kämpft gegen Wankdorf-Fluch

Unfassbar, wie lange St. Gallen im Wankdorf auf einen Sieg wartet. Am Sonntag beim Knüller gegen YB (16.30 Uhr) gibts die nächste Chance. Mit dem Captain wieder an Bord. Das FCSG-Inside.
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Sinnbildlich: Die Espen (hier Vallci) prallten in der Vergangenheit auswärts an der Berner Mauer immer an – jahrzehntelang.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Wie hartnäckig sich der Espen-Fluch im Wankdorf tatsächlich hält
  • Wie es um die Personalsituation bei St. Gallen steht
  • Maassen hat vor Schweiz-Zuzug nie mit Kunstrasen zu tun gehabt!
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Stefan KreisReporter Fussball

Die News der Woche

Die Rückkehr von Leitwolf Lukas Görtler. «Man hat gesehen, dass Lukas uns gefehlt hat. Jede Mannschaft braucht seine Leader auf dem Feld», sagt FCSG-Coach Enrico Maassen. Bei der 1:3-Niederlage gegen den FCZ muss der Captain beim Stand von 1:0 für die Espen mit einer Zerrung vom Feld. Seither hat Grün-Weiss nicht mehr viel auf die Reihe bekommen – und auch gegen Aufsteiger Thun verloren. «Wir müssen im Mittelfeld wieder aktiver werden, griffiger in den Zweikämpfen», sagt Massen. Schon am Sonntag in Bern.

Die grosse Frage

Besiegt der FCSG den Wankdorf-Fluch? Als der FC St. Gallen zum letzten Mal auswärts in der Bundeshauptstadt gewonnen hat, war George W. Bush noch US-Präsident. Liverpool sorgte in Istanbul gegen die AC Milan für eine magische Champions-League-Nacht. Und «Schnappi, das kleine Krokodil» war acht Wochen lang der Nummer-1-Hit der Schweiz. Mehr als 7500 Tage sind seither vergangen, die Sieglos-Serie der Espen gehört zu den längsten Flüchen der Schweizer Fussballgeschichte. Für FCSG-Coach Enrico Maassen aber kein Grund, schon vor dem Spiel die weisse Fahne zu hissen: «Wenn eine Statistik so lang ist, dann geht sie irgendwann auch mal in die Brüche.»

Gesagt ist gesagt

«Jeder spielt lieber auf Rasen!» Enrico Maassen auf die Frage, was er von Kunstrasen halte. Obwohl er in Deutschland unter anderem den SV Drochtersen/Assel und den SV Rödinghausen in unteren Ligen trainierte, hatte er bis zu seinem Wechsel in die Schweiz, nie mit Kunstrasen zu tun. Ausreden aber will Maassen vor dem Plastik-Spiel in Bern aber keine suchen: «Wir haben uns auf dem Kunstrasen in Gossau vorbereitet. Es sollte kein Problem sein.»

Mögliche Aufstellung

Zigi; Gaal, Stanic, May; Neziri; Witzig, Görtler, Boukhalfa, Okoroji; Baldé, Vogt.

Wer fehlt?

Fazliji, Daschner, Owusu, Stevanovic, Konietzke, Büttiker, Ambrosius (alle verletzt), Vandermersch (gesperrt).

Neben dem Platz

Enrico Maassen ist ab und an ein abergläubischer Mensch. Nach Siegen trägt der FCSG-Coach immer das gleiche Oberteil und die gleichen Hosen. Zuletzt aber musste der Deutsche seine Kleidung zweimal wechseln. Sowohl gegen den FCZ als auch gegen Thun setzte es eine Niederlage ab.

Hast du gewusst, dass ...

… St. Gallen jene Mannschaft ist, die am meisten Tore nach Standardsituationen erzielt hat? Insgesamt neun Mal jubelte die Maassen-Elf nach einem stehenden Ball. Darunter vier der letzten fünf Tore. Zudem sind die Espen hinter Thun und YB jenes Team, das am intensivsten presst.

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Aufgepasst auf

Behar Neziri. Das Mittelfeld-Hirn der Espen kickte in der letzten Saison beim FC Wil auf Kunstrasen, macht aber keinen Hehl daraus, dass er lieber auf Naturrasen spielt. Darauf angesprochen, ob der ehemalige U21-Spieler des Kosovo schon bald ein Nati-Aufgebot bekommen und unter Umständen in er WM-Quali gegen die Schweiz auflaufen könnte, antwortet Neziri: «Ich habe noch Zeit. Noch ist nichts konkret. Und deswegen mache ich mir darüber keine Gedanken.»

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 8 Runden:

1. Görtler 4,6 (7 Bewertungen)
2. Zigi 4,6 (5)
3. Neziri 4,5 (8)
Hier gehts zu allen Espen-Noten.

Der Schiedsrichter

Fedayi San.

Der Gegner

Hat YB die 0:5-Klatsche von vor der Nati-Pause verdaut? Hier erscheint das YB-Inside.

9

Spieltag

Sa., Basel – Winterthur, 18 Uhr
Sa., Thun – Servette, 18 Uhr
Sa., Lugano – FCZ, 20.30 Uhr
So., GC – Sion, 14 Uhr
So., Luzern – Lausanne, 16.30 Uhr
So., YB – St. Gallen, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
19
1
24
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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