Eigentlich darf man sich schon fragen, wieso sich Amir Abrashi das alles im Alter von 36 Jahren noch antut. Den Legendenstatus bei GC hat er längst inne, die Liebe der Fans auf Jahre hinaus gesichert. Drei Jahre in Folge musste er im knallharten Abstiegs-Überlebenskampf den Klub anführen, seine Knochen hinhalten und jeden Sommer zuschauen, wie der GC-Kader um ihn herum qualitativ schlechter und schlechter wird. Auch in diesem Jahr sind mit Jonathan Asp-Jensen, Lovro Zvonarek, Bachir Ngom, Dirk Abels, Michael Frey und Sven Köhler wieder sechs Startelf-Spieler weggebrochen.
«Warum ich weitermache? Die Liebe zu diesem Klub ist sehr gross und ich spüre noch die Kraft in mir», sagt Abrashi vor dem Start seiner vermutlich letzten Saison als Spieler. Am Samstag gegen Lausanne-Sport wird der GC-Anführer wieder auf dem Feld stehen. «Alle Spiele werde ich dann vermutlich nicht machen können, der Fussball unseres Trainers ist schon intensiv», sagt er und blickt schmunzelnd zu Peter Zeidler. Bemerkenswert ist, dass weder Abrashi noch Zeidler trotz turbulenter Übernahmewochen, vieler Veränderungen im Klub, der Abgänge von Leistungsträgern und ausbleibender Verstärkungen keinerlei Anzeichen von Jammern, Negativität oder Verzweiflung zeigen.
Zeidler: «Mit Betim verbindet mich eine besondere Geschichte»
Vielmehr überwiegen Vorfreude, Zuversicht und auch eine Prise Hoffnung, wenn sie über den aktuellen Zustand der Mannschaft und den Saisonstart sprechen. «Wir haben genügend gute Spieler, wir haben viele Junge, die jetzt eine Chance bekommen und es macht riesigen Spass, mit ihnen zu arbeiten. Generell bereitet mir die Arbeit in diesem Klub sehr viel Freude», so Zeidler. Dennoch habe er einen Satz für die Medienkonferenz vor dem Spiel gegen Lausanne vorbereitet: «Kein Trainer der Welt wehrt sich gegen Verstärkungen.» Diese lassen bei den neuen Besitzern der Bridge Football Group aktuell noch auf sich warten.
Doch Blick hat erfahren: Peter Zeidler würde gerne einen alten Weggefährten nach Zürich lotsen – Betim Fazliji. Der GC-Trainer weicht auf die Frage nicht aus: «Mit Betim verbindet mich eine ganz besondere Geschichte und wir kennen den Spieler.» Zudem habe Fazliji nach grossem Verletzungspech sehr starke Konkurrenz in St. Gallen. «Wir suchen auch dieses Profil, mehr kann ich aber nicht dazu sagen.» Ob Fazliji tatsächlich künftig bei GC auflaufen könnte, ist offen. Klar ist: Ganz oben auf Zeidlers Wunschzettel stehen Punkte. Idealerweise schon gegen Lausanne. Sonst könnte die Positivität und der Optimismus im GC-Umfeld schnell wieder kippen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Luzern | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Sion | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC St. Gallen | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Thun | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Vaduz | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Grasshopper Club Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lausanne-Sport | 0 | 0 | 0 | |
1 | Servette FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | BSC Young Boys | 0 | 0 | 0 |

