«Es war einfach eine wunderschöne Zeit»
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Die Stimmen zum Frick-Abschied:«Es war einfach eine wunderschöne Zeit»

Feuchte Augen zum Schluss
Frick kämpft bei FCL-Abschied mit den Emotionen

Mario Frick erlebt beim 1:0 gegen den FC Zürich einen emotionalen letzten Heimauftritt als FCL-Trainer. Die Fans feiern den Liechtensteiner minutenlang – und sorgen mit berührenden Botschaften für einen Abschied, der selbst Frick nahegeht.
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Mario Frick lässt sich von den Fans feiern.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mario Frick verabschiedet sich emotional nach 4,5 Jahren als Luzern-Trainer
  • Fans feiern Frick mit Bannern und einer bestickten Bomberjacke
  • Sieben von 12 Super-League-Teams wechselten den Trainer in der aktuellen Saison
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Wehmut war Mario Frick (51) am Dienstagabend deutlich anzumerken. Zum letzten Mal stand er in der Swissporarena an der Seitenlinie. Viereinhalb Jahre lang war sie sein Revier, sein zweites Zuhause. «Lozärn set Tag eis verstande ond gläbt», steht auf einem Spruchband der Fans. Viel grösser kann ein Kompliment aus der Kurve kaum sein.

Titel hat Frick in seiner Zeit in der Zentralschweiz zwar keine gewonnen – das wurmt ihn besonders. Die Verbindung zwischen Trainer und Fans war dennoch aussergewöhnlich eng. Erarbeitet hat er sie sich mit seriöser Arbeit, der konsequenten Umsetzung der Klubphilosophie mit den vielen Eigengewächsen, viel Empathie und einer Art, bei der er sich selbst nie wichtiger nahm als den Klub.

Logisch, dass Frick beim knappen 1:0-Sieg gegen den FC Zürich im Mittelpunkt steht. Das Resultat rückt nach Schlusspfiff allerdings schnell in den Hintergrund. Stattdessen wird der Liechtensteiner minutenlang gefeiert. «Danke Mario» prangt auf einem zweiten, riesigen Transparent. «Einen schöneren Abschied hätte ich mir kaum vorstellen können», sagt Frick danach.

«Es ging noch knapp»

Dabei befindet sich der Luzern-Coach in einer fast schon seltenen Situation. Dass ein Trainer seinen Vertrag erfüllt und offiziell verabschiedet wird, kommt im heutigen schnelllebigen Fussballbusiness kaum noch vor – weder international noch in der Schweiz. Allein in dieser Super-League-Saison beenden sieben von zwölf Teams die Spielzeit mit einem anderen Trainer, als sie gestartet haben.

Entsprechend bewegt zeigt sich Frick vor der Kurve. Auf den Stadionbildschirmen wirken seine Augen verdächtig feucht. Er winkt lächelnd ab. «Es ging noch knapp», sagt er. «Aber es hat sicher geholfen, dass ich vergangene Woche in der Zone 5 schon von den Fans verabschiedet wurde. Dort kamen die Emotionen bereits hoch.»

Luzern-Fans beschenken Frick

Als Zeichen der Wertschätzung trägt Frick beim Spiel gegen den FCZ auch das Geschenk der Fanszene: eine dunkelblaue Bomberjacke mit eingesticktem blau-weissem Luzerner Kantonswappen auf der Brust. «Die ist schon mächtig, muss ich sagen», schwärmt er.

Die grosse Verbindung zu den Fans macht Frick sowieso ganz besonders stolz. «Von Tag eins an war da eine Nähe. Vorher war ich bei Vaduz, dort ist alles viel kleiner, dazu war damals noch Corona. Und dann kommst du nach Luzern und siehst plötzlich, wie viele Leute hier mitfiebern und was es ihnen bedeutet, ob wir gewinnen, verlieren oder unentschieden spielen. Das haben wir sehr schnell verstanden.»

Zukunft von Frick noch offen

Wohin Fricks Weg führen wird? «Am Samstag nach Winterthur. Auf der Schützenwiese wollen wir gewinnen. Schliesslich haben wir in dieser Saison gegen sie noch nicht gewonnen. Eine Kampfansage wäre aber fehl am Platz. Der Abstieg von Winti tut mir leid. Sie waren eine Bereicherung für die Super League.»

Eine Bereicherung war auch Frick für den FC Luzern und die ganze Region. Nun gehen beide Seiten getrennte Wege. Seine letzten Worte an die Kurve: «Ich werde euch vermissen. Aber im Leben sieht man sich immer zweimal. Bis dann.»

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