Darum gehts
- FCZ verliert 1:2 gegen St. Gallen nach umstrittenem Penaltypfiff.
- Sebastian Walker verursacht Penalty, bleibt zur Pause in der Kabine.
- Seit 6. Dezember 2025 kein Auswärtssieg des FCZ mehr.
Es läuft die 31. Minute, als FCZ-Juwel Sebastian Walker im Luftduell seinen einbandagierten Arm um Gegenspieler Diego Besio legt. Schiri Urs Schnyder, der einen insgesamt starken Nachmittag erwischt, lässt weiterlaufen. Niemand reklamiert. Nur einer: VAR Sandro Schärer.
Der renommierteste Schiri der Schweiz bittet seinen Kollegen Urs Schnyder an den Bildschirm, der entscheidet auf Penalty für den FCSG. Sehr zum Unmut der Zürcher. Coach Dennis Hediger kassiert den gelben Karton, weil er sich echauffiert. Hinterher aber will er dem Schiri keinen Vorwurf mehr machen. Stattdessen gibts einen Rüffel für den eigenen Spieler: «Grundsätzlich müssen wir dem Schiri so wenig wie möglich anbieten. Sebastian Walker kann sich da besser anstellen.»
Rückendeckung gibts hingegen von Lindrit Kamberi. «Für Sebastian tuts mir leid. Er ist gut im Spiel und kriegt wegen dieser Aktion auch noch Gelb.» Zur Pause bleibt der 20-Jährige gleich in der Kabine.
«Fussball ist ein Kontaktsport»
Für Kamberi ist der Penalty nicht gerechtfertigt. «Fussball ist ein Kontaktsport, da sind solche Zweikämpfe normal. Man versucht, im Sechzehner zu blocken. Der Ball ging zudem ins Aus. Ich finde es schade, einen solchen Treffer zu kassieren. Ich kriege lieber ein Tor, das super herausgespielt ist.»
So wie das 2:1 der St. Galler. Chima Okoroji, der über die ganze Saison hinweg bärenstarke FCSG-Verteidiger, lanciert Alessandro Vogt mit einem traumhaften weiten Ball, der FCSG-Stürmer fackelt nicht lang und trifft zum Sieg.
Zuvor war Cavaleiro am stark parierenden FCSG-Goalie Zigi gescheitert, wäre dieser Ball drin gewesen, der erste Sieg ausserhalb von Zürich seit dem 6. Dezember 2025 wäre nicht unmöglich gewesen.
Am Ende aber geht die richtige Elf als Siegerin vom Feld. Umstrittener Penaltypfiff hin oder her. Sieht auch Kamberi so. Auch wenn er zum Schluss noch grundsätzliche Kritik an den Unparteiischen übt: «Wir werden momentan benachteiligt.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 32 | 24 | 59 | |
3 | FC Lugano | 32 | 11 | 54 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 32 | 13 | 49 | |
6 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
7 | FC Luzern | 32 | 3 | 39 | |
8 | Servette FC | 32 | 0 | 39 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
10 | FC Zürich | 32 | -17 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 32 | -27 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 32 | -49 | 19 |

