Der neue FCB-Stürmer ist seit zweieinhalb Jahren ohne Tor
Die Akte Augustin

Vom Potenzial her könnte Jean-Kévin Augustin (25) die grösste Attraktion der Super League werden. Die Frage ist: Kriegt der FCB das «Enfant terrible» hin?
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  • Wegen Long Covid stürzte Augustin ab
  • Franzose flog mehrfach aus dem Kader
  • Er ist seit zweieinhalb Jahren ohne Tor
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Wechselte einst für 16 Millionen von PSG zu RB Leizpig: Jean-Kévin Augustin.
Foto: AFP
Stefan Kreis

Die Aktion ist ein Augenschmaus für jeden Fussballfan. Jean-Kévin Augustin, damals Stürmer in Diensten von RB Leipzig, zeigt 2017 in der Champions League gegen Porto den Marseille-Turn. Jenen berühmten Trick, den Superstar Zinédine Zidane einst perfektionierte. Gleich zwei Gegenspieler lässt Augustin ins Leere laufen, es ist eine Wahnsinnsszene voller Dynamik.

Eine die zeigt, über welches Potenzial der mittlerweile 25-Jährige verfügt. 16 Millionen überweist RB vor fünf Jahren nach Paris. Mittlerweile ist der Marktwert des Stürmers aber ins Bodenlose gesunken.

Seit zweieinhalb Jahren ohne Tor

Mit ein Grund ist eine hartnäckige Corona-Erkrankung. Augustin litt an Long-Covid-Symptomen, absolvierte in seinen zwei Jahren bei Nantes bloss 126 Einsatzminuten in der ersten Mannschaft. Seinen letzten Treffer erzielte der Stürmer vor mehr als zweieinhalb Jahren. Damals noch im Dress der AS Monaco.

Obs beim FCB nun wieder aufwärts geht? «Er verfügt über unglaubliche Qualitäten und besitzt ein riesiges Potential. Unsere Aufgabe wird es nun sein, ihn wieder an das Niveau heran zu führen, auf dem er war und auch hingehört», sagt sein Trainer Alex Frei.

Dass Augustin in seiner noch jungen Karriere schon für die eine oder andere Eskapade gesorgt hat, dürfte Frei nicht entgangen sein. Bei RB Leipzig schrieb er negative Schlagzeilen weil er laut Bild «zu faul und zu spät» gewesen sei. Und weil er in einem Trainingslager auch noch ausgebüxt sein soll.

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Packt Augustin die Chance?

In der französischen U21-Nati legte sich Augustin mit dem Trainer an und wurde gestrichen. Bei Leipzig flog der Stürmer unter dem damaligen Trainer Ralf Rangnick nach einem Europa-League-Spiel gegen Salzburg aus der Mannschaft, weil er zusammen mit einem Teamkollegen auf der Ersatzbank sass und mit seinem Handy spielte, statt zum vereinbarten Zeitpunkt in der Kabine zu sein.

Auch sportlich konnte Augustin bei Leipzig nur mit Abstrichen überzeugen. Erst wird er zur AS Monaco und dann in die englische Championship nach Leeds ausgeliehen. Weil er dort aber bloss auf drei Einsätze kommt, RB Leipzig aber trotzdem auf die vereinbarte Ablösesumme von über 20 Millionen pocht, kommts zum Rechtsstreit zwischen den Klubs.

Mittlerweile ist der Marktwert von Augustin auf 1,5 Mio. Franken gesunken. Auch deshalb spielt ein Mann mit seiner Klasse nun für den FCB in der Super League. Ob Augustin die Chance packen wird? Das Potenzial wäre zweifellos vorhanden, der Marseille-Turn gegen Porto ist der Beweis.

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