Dauerläufer Guerrero lange out
FCZ muss gegen YB den Unersetzbaren ersetzen

Einen Spieler mit ähnlichen Qualitäten wie Adrian Guerrero hat Meister Zürich nicht im Kader. Nun fehlt der Spanier wohl bis Ende März. Trainer Bo Henriksen braucht eine Notlösung.
Kommentieren
1/7
Es passierte im Derby: Adrian Guerrero bleibt verletzt liegen, Antonio Marchesano, Bledian Krasniqi und Fidan Aliti (v.l.) eilen besorgt heran.
Foto: freshfocus

Es ging mehr als eineinhalb Jahre gut. Doch nun fällt Adrian Guerrero (25) beim FCZ mehrere Wochen aus: Syndemosebandverletzung aus dem Derby. Zürich muss für den Hit am Samstag gegen Leader YB und die Wochen darauf den Unersetzbaren ersetzen, ein Backup für den Mann von der linken Aussenbahn existiert im Kader nicht.

FCZ-Trainer Bo Henriksen sagt: «Wie lange er wirklich fehlt, wird sich zeigen. Wir denken, dass er nach der Länderspielpause Ende März wieder spielen kann, hoffen aber auf eine frühere Rückkehr. Aber unersetzbar ist kein Spieler.»

Bisher spielte Dauerläufer Guerrero diese Saison in jeder Runde. In der Meister-Saison fehlte er nur einmal gesperrt und sass ein einziges Mal auf der Bank – interessanterweise gegen YB, als der defensivere Linksfuss Fidan Aliti (29) die Aussenbahn besetzt und Zürich in Bern prompt einen rauschenden Sieg auf dem Weg zum Titel einfährt.

Fix ist der Einsatz von Meister-Held Kryeziu

Die Lösung für Samstag gegen YB liegt mit Aliti also auf der Hand. Zumal der Kosovo-Basler auch im Derby aus der Dreierkette nach vorne rückte und den Spanier gut vertrat.

Aber Aliti ist kaum die Dauerlösung für die Guerrero-Absenz: Denn er ist in der Dreierkette gesetzt, hat vor allem defensive Qualitäten und nicht den enormen Vorwärtsdrang des Ex-Barca-Juniors. Henriksen: «Wir haben ein paar Optionen. Es kann ja auch ein Rechtsfuss links spielen.» Das wären dann Nikola Boranijasevic (30), Fabian Rohner (24) oder Selmin Hodza (19).

Der Trainer schliesst auch eine Systemumstellung nicht aus. Aber es ist unwahrscheinlich, dass Henriksen ein Viererketten-Experiment lanciert. Denn Meister-Held Mirlind Kryeziu (26), der den gesperrten Abwehrchef Nikola Katic (26) ersetzt, fühlt sich in der Dreierkette am wohlsten.

Zürich gegen YB ist eigentlich eine Spitzenpartie: Es sind die beiden besten Teams 2023, beide Teams sind seit Jahresbeginn ungeschlagen und haben in fünf Partien elf Punkte eingefahren. Henriksen: «Für mich ist das kein Topspiel. YB ist die klare Nummer 1, während wir in der Tabelle hinten stehen. Aber niemand ist unschlagbar.»

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen