Eigentlich wollte FCZ-Trainer Dennis Hediger die verbleibenden Spiele in der Relegation Group nutzen, um einigen der zahlreichen jungen Spieler die Möglichkeit zu geben, sich für die kommende Saison zu beweisen. Doch Hediger ist seit der Niederlage gegen Lugano Geschichte und Interimscoach Carlos Bernegger hat offensichtlich andere Pläne beim Durchschnittsalter seiner Mannschaft: Gemäss Blick-Informationen soll der neue FCZ-Coach U21-Nati-Goalie Silas Huber aus dem Tor nehmen und für die Rückkehr von Captain Yanick Brecher am Samstagabend gegen Lausanne-Sport sorgen.
Bernegger wich Blick bei der Goalie-Frage aus
Der 32-Jährige wurde Ende Januar von Hediger degradiert und auf die Bank gesetzt. «Wir haben die Leistungen nüchtern analysiert. Er ist aktuell nicht in bester Form», sagte Hediger damals. «Ich kenne meinen Anspruch und weiss, welches Niveau ich erreichen kann. Ich weiss, dass mehr drin ist und auch, woran ich arbeiten muss», reagierte Brecher damals kämpferisch via Linkedin. Nun ist er zurück im Tor. Tendenzen gab es bereits seit Tagen, im Abschlusstraining vom Freitag wurde der Entscheid nun definitiv. Carlos Bernegger wich am Donnerstag bei der Goalie-Thematik noch auf Blick-Anfrage aus: «Huber ist ein Mitglied des Kaders. Alle stehen zur Verfügung und ich mache keine Auskunft über die Situation dazu.» Schon da war klar, dass eine Rückendeckung für Silas Huber ganz anders klingt.
Die Gründe für die Degradierung wird nur der 57-Jährige kennen. An Huber lag die negative Entwicklung der letzten Wochen und Monate definitiv nicht. Im Gegenteil: Beim FCZ war man in den vergangenen Monaten stolz auf die Entwicklung des U21-Nati-Goalies. Unvergessen die Mega-Parade gegen GC im Derby, die massgeblich den Spielverlauf – und somit auch den Kampf um die Barrage – geprägt hatte. Auch bei den Noten von Blick hat Huber den besten Schnitt des gesamten FCZ-Kaders. Im letzten Spiel gegen Lugano war er noch der beste Zürcher, zwei Wochen später sitzt der 20-Jährige auf der Bank.
Schon im Winter gab es grosses Interesse an Huber
Spätestens vor dem Spiel wird Bernegger die Gründe für den erneuten Goalie-Wechsel erläutern und alle Augen werden im Stade de la Tuilière auf Captain Brecher gerichtet sein. Unklar ist, wie die Degradierung bei Huber ankommen wird. Auch nach seinen ersten Spielen auf Profiebene sind sich Goalie-Experten hierzulande sicher, dass Silas Huber ein Ausnahmekönner und Komplettpaket ist mit grossem Potenzial für eine internationale Laufbahn. Auch beim Schweizerischen Fussballverband und der U21-Nati hält man sehr grosse Stücke vom 1,97-Meter grossen Aargauer. Interessenten am Schweizer Goalietalent soll es schon im Winter gegeben haben, gut möglich, dass auch jene Klubs die erneute Goalie-Rochade sehr interessiert zur Kenntnis nehmen werden. Der Wert dürfte aufgrund dieses Entscheids nicht steigen, die Wertschätzung auch nicht.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 33 | 38 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 33 | 6 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
2 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
4 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |
