Jetzt solls Celestini richten
Beim FCB war ein Ex-Nati-Coach Thema

Nach der Vogel-Entlassung soll Fabio Celestini den tief gefallenen FCB wieder in die Spur bringen. Als Feuerwehrmann ist dieser Anfang Jahr bei Sion jedoch gescheitert.
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Da ist der neue Mann in Basel: Fabio Celestini leitet sein erstes FCB-Training.
Foto: STEFAN BOHRER

Zwei Tage nach der 0:3-Schmach in Lausanne wird Trainer Heiko Vogel entlassen. 4 Spiele, 0 Tore und 0 Punkte lautet Vogels desaströse Bilanz, seit er Ende September das Traineramt von Timo Schultz übernommen hat.

Noch am Montag hat Vogel, der vor wenigen Tagen schon sein Amt als Sportchef abgeben musste, das Training geleitet. Es war sein letztes. Seine letzte Amtshandlung: die von ihm nach dem 0:3 in Lausanne angekündigte Standpauke in Richtung der Spieler.

Am Dienstag bedankt sich der FCB auf seiner Homepage bei Vogel für dessen «unermüdlichen Einsatz» für Rot-Blau in den letzten Monaten, wünscht dem Deutschen für die Zukunft nur das Beste und stellt gleichzeitig seinen Nachfolger vor. Bis Saisonende übernimmt Fabio Celestini. Der Lausanner leitet an seinem 48. Geburtstag sein erstes Training als FCB-Coach. Und weil tags darauf gleich der eminent wichtige Cup-Achtelfinal gegen den SC Kriens ansteht, tut er dies hinter verschlossenen Türen. Öffentlich spricht der Romand erst nach dem Cup-Kracher gegen den Klub aus der Promotion League.

Petkovic und Contini waren auch in der engeren Auswahl

Laut Blick-Informationen waren auch Ex-GC-Trainer Giorgio Contini und der langjährige Nati-Trainer Vladimir Petkovic in der engeren Auswahl für die Vogel-Nachfolge. Petkovic hätte sich ein Engagement sogar vorstellen können, wäre aber kaum alleine und ohne verbündeten Assistenten ans Rheinknie gekommen.

Celestini indes kommt alleine. Und übernimmt nicht nur den ehemaligen Trainerstaff von Vogel um Assistenztrainer Davide Callà, sondern auch eine komplett verunsicherte Mannschaft ohne Leben und Spirit. Die Führungsspieler um Fabian Frei und Taulant Xhaka waren noch nie in Abstiegsgefahr – und die aus aller Welt geholten Neuzugänge kamen mit dem Versprechen nach Basel, hier vorne mitzuspielen und dann den Sprung in eine Topliga machen zu können.

Jetzt ist alles anders. Und das gilt auch für Celestini: Dass er ein erfolgreicher Trainer mit klarer Spielidee sein kann, hat Celestini schon mehrfach bewiesen. Lausanne führte er einst zurück in die Super League, Lugano gar in die Europa League. Mit Luzern gewann er 2021 den Cup. Doch in Basel ist jetzt nicht Schönwetter-Fussball, sondern Kratzen und Beissen gefragt.

Celestini ist als Sion-Feuerwehrmann gescheitert

Den Beweis, dass er «Mission Turnaround» kann, ist Celestini jedoch schuldig geblieben. Als Feuerwehrmann beim FC Sion hat er Anfang Jahr versagt. Nach zwei Punkten aus sechs Partien wurde er von Christian Constantin bereits wieder entlassen. Die Brandherde im Wallis konnte er nicht löschen. In Basel, wo es derzeit nicht weniger brennt, traut ihm dies die siebenköpfige Sportkommission um Präsident David Degen, Valentin Stocker und Marco Streller nun also zu.

Für den leidenschaftlichen Hobby-Tänzer Celestini ist das FCB-Engagement kein grosses Risiko. Schlechter als unter seinem Vorgänger Vogel kann es schlicht und einfach nicht werden.

Für Boss David Degen und seine Sportkommission wird Celestini jedoch zum Tanz auf der Rasierklinge: Eine mutige und riskante Wahl! Denn Celestini hat seine klaren Vorstellungen von Fussball. Lange Bälle von hinten raus gehören nicht zum Plan, er fordert konsequent den gepflegten Spielaufbau – egal wie der Gegner heisst. Damit sorgte er beim FC Luzern für diverse Diskussionen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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