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Dzemaili über Knatsch:«Ronaldo muss selber merken, dass es vorbei ist»

Die Chronologie der Schlammschlacht
Die peinlichste Woche in Cristiano Ronaldos Karriere

Cristiano Ronaldo hat knapp eine Woche nach der Ankündigung endlich «die Wahrheit» geliefert. In einem ausführlichen Statement erklärt der Portugiese seine Sicht auf das Verlassen des Camps der Nationalmannschaft. Eine Einordnung der Geschehnisse.
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Zwischen Portugal-Trainer und Ronaldo herrscht dicke Luft.
Foto: IMAGO/HMB Media/Joaquim Ferreira

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ronaldo begründet den Camp-Abgang mit gebrochenen Zusagen
  • Jesus bestreitet, eine Entschuldigung versprochen zu haben
  • Die Aussagen des Trainers und des Ronaldo-Lagers widersprechen sich
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Der Knall

Am letzten Mittwoch (30. September) ist die Aufregung gross. Cristiano Ronaldo (41) sitzt gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank – obwohl er sich zwischendurch einwärmt. Nach dem 2:1-Sieg verschwindet Ronaldo schnell in den Katakomben. Als er dann in den nächsten Tagen im Training fehlt, kommen Gerüchte über Konflikte zwischen dem Spieler und Trainer Jorge Jesus (72) auf. An der Pressekonferenz vor dem dritten Nations-League-Spiel dementiert Jesus diese. Kurz darauf reist Ronaldo aber tatsächlich aus dem Camp ab. Auf Instagram erklärt er, bald mit «der Wahrheit» rauszurücken.

Ronaldos «Wahrheit»

Für das angekündigte Statement lässt sich der Superstar sechs Tage Zeit. Am Dienstag (6. Oktober) veröffentlicht er auf Instagram eine ausführliche Erklärung zu seiner Sicht der Dinge. Sein Vorwurf: «Der Trainer hat sein Wort nicht gehalten.» Jesus habe ihm vorgeschlagen, nach dem Wales-Heimspiel in Portugal zu bleiben und die Auswärtsspiele in Norwegen und Dänemark auszulassen. Dies habe er abgelehnt, da er als Captain beim Team sein wollte. Zu seiner Überraschung sei der Trainer dann aber an ihn herangetreten, ob er bereit sei, gegen die Norweger dennoch 30 Minuten zu spielen. Er habe zugestimmt.

Dennoch kam er letztlich nicht zum Einsatz. Das Thema sei im Anschluss «in einem ehrlichen Gespräch» besprochen worden und Jesus habe ihm versprochen, den Inhalt des Gesprächs auch öffentlich zu kommunizieren. «Er sollte sagen, dass ich nie mehr Einsatzzeit gefordert habe, sondern dass er als Trainer den Plan entworfen hat, dass es ein Fehler war, mich zum Aufwärmen geschickt zu haben, ohne mich einzuwechseln», schreibt Ronaldo. Ihm sei zugesichert worden, dass Jesus vor den Medien eine Erklärung in acht Punkten (siehe Textbox) verlesen werde. In der besagten Pressekonferenz habe er dieses Versprechen nicht eingelöst.

Für seinen Rückzug entschuldigt sich Ronaldo mehrfach beim Team und seinen Fans. «Obwohl ich dem Coach absolut nicht vertraut habe, hätte ich das nicht tun dürfen.» Der Verband müsse sein Verhalten bestrafen. Es sollten keine mildernden Umstände herrschen. Laut Verbandsstatuten droht eine Sperre von bis zu sechs Monaten. «Nach einer möglichen Sperre werde ich bereitstehen, wieder für das Nationalteam aufzulaufen.»

Die Erklärung im Wortlaut

Trainer Jorge Jesus habe versprochen, diese acht Punkte öffentlich zu verlesen, behauptet Ronaldo.

«Ich denke, es ist wichtig, nicht zuletzt, weil es der Wahrheit entspricht, einige Dinge zu klären, bevor wir über Dänemark sprechen:

  1. Ich selbst, und niemand sonst, habe Cristiano einen Plan für diese Saison mit der Nationalmannschaft vorgeschlagen. Es war ein langes und sehr gutes Gespräch.
  2. Ich weiss, wie sehr er für die Nationalmannschaft lebt und sie liebt, welches Gewicht und welchen positiven Einfluss er seit 24 Jahren ununterbrochen in der Nationalmannschaft hat.
  3. Cristiano hat den von mir vorgeschlagenen Plan angenommen.
  4. Er hat meine Entscheidungen nie in Frage gestellt. Er war vorbildlich, loyal und professionell.
  5. Das Spiel in Norwegen war nicht Teil des ursprünglichen Plans für ihn. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass er sich körperlich vom ersten Spiel erholt hatte, und warnte ihn, dass ich ihn möglicherweise einsetzen müsste. Cristiano stimmte zu.
  6. Es war ein Fehler, jemanden vom Format eines Pelé oder Maradona aufwärmen zu lassen und ihn dann nicht einzusetzen. Heute würde ich es anders machen.
  7. Um es abschliessend zu sagen: Ich möchte Cristiano in der Nationalmannschaft haben. Ich möchte ihn sogar unbedingt dabei haben. Zum Glück glaubt er auch an mich. Er hat mir schon bei Al-Nassr vertraut und tut es auch hier.
  8. Darüber, dass er die Fans nicht begrüsst hat, haben wir bereits gesprochen. Jemand, der über 230 Länderspiele bestritten hat, braucht von mir keine Belehrungen über die Liebe zu Portugal. Es war ein Moment der Frustration, der das nicht auslöscht. Er ist der Spieler, der die meisten Autogramme gibt, die meisten Selfies macht und den Fans die grösste Zuneigung zeigt. Lasst uns keine Probleme erfinden, wo keine sind. Wenn wir unzufrieden sind, reagieren wir. Das ist alles.»

Trainer Jorge Jesus habe versprochen, diese acht Punkte öffentlich zu verlesen, behauptet Ronaldo.

«Ich denke, es ist wichtig, nicht zuletzt, weil es der Wahrheit entspricht, einige Dinge zu klären, bevor wir über Dänemark sprechen:

  1. Ich selbst, und niemand sonst, habe Cristiano einen Plan für diese Saison mit der Nationalmannschaft vorgeschlagen. Es war ein langes und sehr gutes Gespräch.
  2. Ich weiss, wie sehr er für die Nationalmannschaft lebt und sie liebt, welches Gewicht und welchen positiven Einfluss er seit 24 Jahren ununterbrochen in der Nationalmannschaft hat.
  3. Cristiano hat den von mir vorgeschlagenen Plan angenommen.
  4. Er hat meine Entscheidungen nie in Frage gestellt. Er war vorbildlich, loyal und professionell.
  5. Das Spiel in Norwegen war nicht Teil des ursprünglichen Plans für ihn. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass er sich körperlich vom ersten Spiel erholt hatte, und warnte ihn, dass ich ihn möglicherweise einsetzen müsste. Cristiano stimmte zu.
  6. Es war ein Fehler, jemanden vom Format eines Pelé oder Maradona aufwärmen zu lassen und ihn dann nicht einzusetzen. Heute würde ich es anders machen.
  7. Um es abschliessend zu sagen: Ich möchte Cristiano in der Nationalmannschaft haben. Ich möchte ihn sogar unbedingt dabei haben. Zum Glück glaubt er auch an mich. Er hat mir schon bei Al-Nassr vertraut und tut es auch hier.
  8. Darüber, dass er die Fans nicht begrüsst hat, haben wir bereits gesprochen. Jemand, der über 230 Länderspiele bestritten hat, braucht von mir keine Belehrungen über die Liebe zu Portugal. Es war ein Moment der Frustration, der das nicht auslöscht. Er ist der Spieler, der die meisten Autogramme gibt, die meisten Selfies macht und den Fans die grösste Zuneigung zeigt. Lasst uns keine Probleme erfinden, wo keine sind. Wenn wir unzufrieden sind, reagieren wir. Das ist alles.»

Wer lügt?

Ein Punkt in Ronaldos «Aufsatz» macht besonders stutzig: «Keiner dieser Punkte verlangte, dass sich der Trainer bei mir entschuldigt», erklärt der portugiesische Rekordspieler in Bezug auf die Acht-Punkte-Erklärung (siehe oben). Doch käme beispielsweise ein Eingeständnis, dass es ein «Fehler war, jemanden vom Format eines Pelé oder Maradona aufwärmen zu lassen und ihn dann nicht einzusetzen», nicht einer Entschuldigung gleich? Dass sich Ronaldo insgeheim mit Pelé und Maradona vergleichen mag: geschenkt. Aber dies öffentlich zu tun, lässt auf ein ziemlich aufgeblasenes Ego schliessen.

Wie dem auch sei. Die Gerüchte über den Acht-Punkte-Plan machen in den Medien jedenfalls schon vor Ronaldos Erklärung die Runde. Die mit Ronaldo befreundeten Journalisten Edu Aguirre (38) und Piers Morgan (61) beschuldigen Coach Jesus öffentlich, Ronaldos Wort bezüglich einer öffentlichen Entschuldigung gebrochen zu haben. Letzterer geht den Trainer auf X und in seinem Podcast «Football Uncensored» hart an. «Der Typ ist der portugiesische ten Hag. Er will sich einen Namen machen, indem er den harten Kerl raushängen lässt und mit schockierender Respektlosigkeit versucht, Ronaldo zu demütigen.»

Football - UEFA Nations League - Group A4 - Portugal v Wales
0:52
Portugal-Frust wegrasiert?Ronaldo zeigt sich bei Al-Nassr mit neuem Look

Zur Erinnerung: Als der Portugiese 2022 nach seiner Rückkehr zu ManUtd seinen Stammplatz verlor, haute er seinen damaligen Coach Erik ten Hag in einem TV-Interview mit Morgan komplett in die Pfanne. «Ich habe keinerlei Respekt für ihn übrig, weil er mir gegenüber keinen Respekt zeigt», sagte Ronaldo damals.

Fakt ist: Nicht alle sagen in der Schlammschlacht die Wahrheit. Denn Jesus widerspricht den Darstellungen vehement. «Ich habe nie versprochen, mich öffentlich zu entschuldigen, das ist gelogen. Ich entschuldige mich bei niemandem», erklärt er, als er an der Pressekonferenz nach dem zweiten Sieg gegen Norwegen am Sonntag (4. Oktober) darauf angesprochen wird. Seit Ronaldos Instagram-Post wollte sich Jesus nicht äussern. «Ich habe die Erklärung gelesen und jetzt gehe ich, wie jeden Tag, zur Arbeit», sagt er laut «A Bola», als er am Mittwoch von Journalisten abgefangen wird.

Wie geht es nun weiter?

Trotz der offensichtlichen Meinungsverschiedenheiten erklärt Jesus, dass die Tür zur Nationalmannschaft für Ronaldo weiterhin offen ist. Auch der Stürmer verliert, trotz aller Anschuldigungen, auch gute Worte über den Trainer, mit dem er bereits beim Saudi-Klub Al-Nassr zusammengearbeitet hat.

Er sei nach der WM vom Verband zu seiner Meinung zur Trainer-Option gefragt worden. «Ich sagte dem Präsidenten, dass er die richtige Wahl ist. Ich war sehr glücklich mit der Wahl.» Er habe im Sommer bereits ein Rücktrittsschreiben vorbereitet, habe sich nach Gesprächen mit der Verbandsführung aber doch dazu entschieden, weiterzumachen.

Teil dieses Projekts ist auch Jesus, der mit vier Siegen in seine Amtszeit gestartet ist und dessen starke Resultate Ronaldo in seiner Erklärung lobt. Versöhnung nicht ausgeschlossen. Oder noch mehr Drama. Das letzte Kapitel in dieser Tragikomödie dürfte noch nicht geschrieben sein.

UEFA Nations League 26/27 League A Gruppe 1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
4
5
10
2
Italien
Italien
4
3
7
3
Belgien
Belgien
4
1
6
4
Türkei
Türkei
4
-9
0
Playoffs
League A Gruppe 2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Griechenland
Griechenland
4
2
8
3
Deutschland
Deutschland
4
1
5
4
Serbien
Serbien
4
-5
0
Playoffs
League A Gruppe 3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
4
7
12
2
England
England
4
11
9
3
Kroatien
Kroatien
4
-10
3
4
Tschechien
Tschechien
4
-8
0
Playoffs
League A Gruppe 4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
5
12
2
Dänemark
Dänemark
4
0
6
3
Wales
Wales
4
-3
3
4
Norwegen
Norwegen
4
-2
3
Playoffs
League B Gruppe 1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
10
12
2
Slowenien
Slowenien
4
2
7
3
Schottland
Schottland
4
-2
4
4
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-10
0
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
League B Gruppe 2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Nordirland
Nordirland
4
4
8
2
Ungarn
Ungarn
4
1
7
3
Ukraine
Ukraine
4
-3
4
4
Georgien
Georgien
4
-2
2
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
League B Gruppe 3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
4
4
8
2
Kosovo
Kosovo
4
-1
5
3
Irland
Irland
4
2
5
4
Israel
Israel
4
-5
2
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
League B Gruppe 4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
4
4
10
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
3
8
3
Polen
Polen
4
3
4
4
Rumänien
Rumänien
4
-10
0
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
League C Gruppe 1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Albanien
Albanien
4
5
9
2
Belarus
Belarus
4
3
7
3
Finnland
Finnland
4
7
7
4
San Marino
San Marino
4
-15
0
Aufstieg
Aufstiegsspiele
League C Gruppe 2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Montenegro
Montenegro
4
3
10
2
Zypern
Zypern
4
2
7
3
Armenien
Armenien
4
-1
4
4
Lettland
Lettland
4
-4
1
Aufstieg
Aufstiegsspiele
League C Gruppe 3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Slowakei
Slowakei
4
7
10
2
Färöer
Färöer
4
0
4
3
Moldawien
Moldawien
4
-5
4
4
Kasachstan
Kasachstan
4
-2
2
Aufstieg
Aufstiegsspiele
League C Gruppe 4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Island
Island
4
6
8
2
Estland
Estland
4
1
6
3
Bulgarien
Bulgarien
4
-2
4
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-5
3
Aufstieg
Aufstiegsspiele
League D Gruppe 1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Malta
Malta
3
2
7
2
Gibraltar
Gibraltar
2
0
2
3
Andorra
Andorra
3
-2
1
League D Gruppe 2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Aserbaidschan
Aserbaidschan
3
1
5
2
Litauen
Litauen
3
1
4
3
Liechtenstein
Liechtenstein
2
-2
1
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